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Funktionen

  1. Funktionen

    1. Funktionsbegriff

      1. Definition

Es seien X,Y nichtleere Mengen. Eine Vorschrift f mit der Eigenschaft

heiße Abbildung (oder Funktion oder Zuordnung) von X in Y.

Das Element y = f(x) heiße Bild von x unter f, und x heiße ein Urbild von f(x).

Die Menge X heißt Definitionsbereich der Funktion f, häufig mit D(f) bezeichnet. Die Menge Y heißt Zielmenge von f. Die Menge f(X) heiße Bildbereich oder Wertebereich von f, kurz Bild f.

      1. Grundfunktionen

(a) Die ganzrationale Funktion: 33257jpr63ngi6t

Für an ¹ 0 ist f(x) = Pn(x) ein Polynom vom Grade n.

Sonderfälle:

  • konstante Funktion
    f(x) := b.

  • lineare Funktion
    f(x) := ax. pg257j3363nggi

  • affine Funktion
    f(x) := ax + b.

(b) Die gebrochen rationale Funktion

(c) Die n-te Wurzelfunktion

(d) Der Absolutbetrag


(e) Die Signumsfunktion

(f) Die Entire-Funktion

      1. Maximaler Definitionsbereich

Der maximale Definitionsbereich Dmax(f) Í R einer Funktion f ist diejenige Menge, die zu jedem ihrer Elemente x Î Dmax(f) einen formelmäßigen Ausdruck für f(x) zuläßt, während f(x) für x Ï Dmax(f) nicht definierbar ist.

      1. Vektor- und matrixwertige Funktionen

(a) Vektorwertige Funktionen:

Es seien

Funktionen mit gemeinsamen DefinitionsbereichDann ist eine vektorwertige Funktion durch folgende Vorschrift erklärt:

(b) Matrixwertige Funktionen:

Es seien

Funktionen mit gemeinsamen Definitionsbereich Dann ist eine matrixwertige Funktion durch folgende Vorschrift erklärt:


      1. Grundoperationen auf Funktionen

  1. Nullstellen:
    Eine Zahl x0 Î D(f) heißt Nullstelle von f, wenn gilt: f(x0) = 0.

  2. Summe:
    (f + g)(x) := f(x) + g(x).

  3. Skalares Vielfaches:
    (lf)(x) := lf(x).

  4. Produkt:
    (fg)(x) := f(x)g(x).

  5. Quotient:

  6. Betrag:
    |f|(x) := |f(x)|.

    Nur in R:

  7. Positiver Teil:

  8. Negativer Teil:

  9. Maximum:
    (max{f,g})(x) := max{f(x),g(x)}.

  10. Minimum:
    (min{f,g})(x) := min{f(x),g(x)}.

Es gelten folgende Zusammenhänge:





    1. Grenzwerte

Anmerkung: Im Folgenden gilt nicht notwendigerweise, daß x0 Î D(f).

      1. Eigentliche Grenzwerte

  1. Linksseitiger Grenzwert:

  2. Rechtsseitiger Grenzwert:

  1. Grenzwert:

  2. Sprünge:
    Existieren im Punkt x0 Î R voneinander verschiedene rechts- und linksseitige Grenzwerte
    , so hat die Funktion f bei x0 einen Sprung der Höhe |g+ - g-|.

  3. Singularitäten:
    Ein Punkt x0 Î R heißt Unbestimmtheitsstelle oder singuläre Stelle oder Singularität von f, wenn wenigstens einer der Grenzwerte g+ oder g- nicht existiert. Singularitäten treten bei rationalen Funktionen in den Nullstellen des Nennerpolynoms Q(x) auf, sofern diese nicht gleichzeitig Nullstellen des Zählerpolynoms P(x) mindestens derselben Ordnung sind.

  4. Algebraische Operationen:
    Seien Dann gelten die folgenden Regeln:
    (I)
    (II)
    (III)
    (IV)

  5. Ordnungsrelationen:
    (I)
    (II)
    (III) Einschließungskriterium:

      1. Uneigentliche Grenzwerte

Definition:

(a) Die Funktion f hat in +¥ (bzw. in -¥) den Grenzwert g, wenn gilt:

Schreibweise:

  1. Die Funktion f hat in x0 Î R den uneigentlichen Grenzwert +¥ (bzw. -¥), wenn gilt:

Schreibweise:

Rechenregeln:

Seien lim f(x) = +¥ = lim h(x), lim g(x) = g

 
Limes-Regel
Formale Regel
(1)
¥ + r = ¥, r Î R
(2)
¥ * r = ¥, r > 0
(3)
¥ + ¥ = ¥
(4)
(5)