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Instrumentationen - Schnittstellen

SEP-Referat

Instrumentationen

+

Schnittstellen

Fekete Thomas / 5 AD Version 2.0 / 01 99


Inhaltsverzeichnis

1. INSTRUMENTATIONEN 3

1.1 Allgemein 3

1.2 Von Analog zu Digital 5

1.2.1 Typische A/D-D/A Karte 6

1.2.2 Weitere A/D-D/A Karten für ISA- und PCI-Bus 7

1.3 Alles Digital 8

1.3.1 Digitale I/O und Relaiskarten 9

1.4 Software 10

1.5 Mikrosekundengenaue Echtzeit-Verarbeitung unter Windows? 11

1.6 Kriterien für den Kauf von Instrumentationen 12

2. SCHNITTSTELLEN 13

2.1 Allgemeines über Schnittstellen 13

2.2 Asynchrone - Synchrone Übertragung 14

2.3 Parallele Schnittstelle 15

2.4 Serielle Schnittstelle 17

2.5 Schnittstellenkarten 19

2.5 Universal Serial Bus - USB 20

2.5.1 Kundennutzen 20

2.5.2 Technische Details 20

2.6 IRDA 23

2.6.1 Allgemeines über Infrarot 23

2.6.2 Was ist IrDA ? 24

2.7 Kriterien für den Kauf von Schnittstellen 24

3. LISTE KONTAKTIERTER FIRMEN: 25

 


1. Instrumentationen

1.1 Allgemein

Die computerbasierte Datenerfassung eröffnet neue Möglichkeiten für vielfältige Messungen.

Instrumentationen werden von Ingenieuren und Wissenschaftlern verwendet, um elektrische Signale (Spannung, Strom, Energie) und physikalische Phänomene wie Temperatur, Druck, Geschwindigkeit und Schwingungen zu erfassen.. Weiters werden sie eingesetzt um virtuelle Meßsysteme aufzubauen. Diese Systeme werden in Forschung und Industrie eingesetzt, unter anderem für automatische Tests, Laborautomation, industrielle Steuerungen, Produktionssteuerungen und numerische Analysen.

Instrumentationen haben folgende Funktionen:

  1. Daten erfassen/messen 55999kbo84bpj6q

  2. eingehenden Daten analysieren

  3. analysierte Daten mit der Software (z.B. LabVIEW) präsentieren

Wenn man von Instrumentationen spricht muß man zwischen traditionelle Instrumentationen und virtuelle Instrumentationen unterscheiden.

Traditionelle Instrumentationen sind eigenständige Geräte wie Voltmeter, Temperaturmesser, Druckmesser usw. bp999k5584bppj

Virtuelle Instrumentationen werden dazu verwendet um den Computer in ein Meßlabor zu verwandeln. Die virtuelle Instrumentation ist eine PC Einsteckkarte und wird mit spezieller Software die unter verschiedenen Betriebssystemen läuft bedient. Die Meßdaten werden über die Einsteckkarte auf den Computer übertragen und die Meßsoftware veranschaulicht die ausgewerteten bzw. berechneten Daten auf dem Bildschirm. Datenerfassung wird in fast jeder Meßanwendung eingesetzt, von Temperaturmessungen bis zu Dehnungsmessungen. Die flexible Architektur der Datenerfassung eignet sich hervorragend für die Entwicklung von individuellen Instrumenten und für die Automatisierung von Messungen für alle Anwendungen, gleichgültig ob portabel, im Labor oder in der Produktion.

Da wir eine Computer Schule besuchen, werde ich nur auf die virtuellen Instrumentationen eingehen.

Die am meisten gemessenen Werte:

  • Messen von hohen Spannungen und Stromstärken

Das Messen einer Spannung ist eine typische Datenerfassungsanwendung. Einige DAQ-Karten (DAQ=Data Acquisition) messen bis zu +/- 42 V und andere bieten bis zu 64 Kanäle. Die Erfassungsraten können 5 MS/s pro Kanal bei 12 Bit und bis zu 20 MS/s pro Kanal bei 8 Bit erreichen. Spannungsmessungen werden z.B. häufig zum Lesen/Messen von fast allen Transducerausgaben, Batteriespannung und high-speed Transienten ausgeführt. Messungen am Stromstärkeeingang sind eng mit der Spannungsmessung verbunden. DAQ-Karten vereinfachen diese Messungen sehr, indem das Stromstärkesignal mit Hilfe eines Widerstands zu Spannung umgewandelt wird.

  • Frequenz, Druck und Dehnung

DAQ-Karten führen Frequenzmessungen auf unterschiedliche Art und Weise aus. Eine Möglichkeit ist der Gebrauch des auf der Karte integrierten Counter/Timers, um entweder die Periode oder die Anzahl pro Zeit für das hereinkommende Signal zu bestimmen. Aus dieser Information wird die Frequenz des Eingangssignals berechnet. Eine weitere Möglichkeit der Frequenzmessung ist durch Konditionierung. Dabei konvertiert ein externes Zusatzteil die Frequenz in eine proportionale DC-Spannung. Diese wird durch die DAQ-Karte gescannt und in Hertz skaliert. Frequenzmessungen werden für Informationen über rotierende Maschinen und Vibration verwendet. So kann man z.B. Datenerfassung einsetzten, um Geschwindigkeitsveränderungen einer Maschine oder eines Rades zu überwachen und aufzuzeichnen. Datenerfassung wird mit Signalkonditionierung für Druck und Dehnungsmessungen eingesetzt. Natürlich kann die Datenerfassung auch Druck und Dehnung bei hohen Raten überwachen und somit alle Feinheiten während der Dehnung oder Stauchung aufzeichnen. Anwendungsbeispiele sind: Pfeiler, Gehäuseflexibilität sowie angewandter Druck. So kann z.B. ein Dehnungsmeßstreifen an einen Brückenpfeiler befestigt werden, um mit Hilfe der Datenerfassung zu messen, wie stark sich die Brücke bei hohem Verkehrsaufkommen biegt.

  • Messung von dynamischen Signalen

Datenerfassung wird auch zunehmend für das Messen von oszillierenden oder dynamischen Signalen eingesetzt. Dynamische Signale sind Vibration und Audiosignale, die höhere Auflösung und Antialiasing-Filter benötigen. Die Entwicklung eines sigma-delta A/D Konverters hat die Datenerfassung dann in die vorderste Linie der Meßpräferenzen katapultiert. Jetzt bieten DAQ-Karten mehr als 200 kS/s Abtastraten pro Kanal, bis zu 4 Kanaleingänge, +/- 42 V Eingangsbereich und Antialiasing-Filter von über 90 dB runter bis zu 1/6 einer Oktave. In Kombination mit Oktavenanalyse, Reihenfolgen-Tracking, hochauflösender Spektrumanalyse und mit der Fähigkeit der Datenerfassung, Daten in Echtzeit in das RAM zu schicken, hat man eines der leistungsfähigsten und flexiblen Werkzeuge für dynamische Signale, die es auf dem Markt gibt.

  • Temperaturmessung

Die Temperatur ist wahrscheinlich der am häufigste gemessene Wert. Datenerfassung ist dafür ideal, weil sie hohe Kanalzahlen und eine große Genauigkeit bietet. Temperaturen lassen sich auf verschiedene Art und Weise messen – doch zumeist mit Datenerfassung. Dabei sind Thermoelemente sehr weit verbreitet. DAQ-Karten mit extrem hoher Auflösung geben sehr genaue Temperaturdaten ab.

Ein Beispiel für computerbasierte Temperaturmessung mit Datenerfassung ist die Überwachung aller Aspekte eines Autos von mehreren Punkten aus. Mit einem computerbasierten DAQ-Instrument kann man die Motortemperatur an 10 verschiedenen Punkten messen, die Auspufftemperaturen an 5 Punkten, die Temperatur der Benzinleitung an 5 Punkten und die Getriebetemperatur an 5 Punkten. Die Vorteile der Datenerfassung für die Messungen liegen besonders in der hohen Kanalzahl, der hohen Auflösung, den Filteroptionen sowie in der Fähigkeit zur Überwachung, zu Alarm und Datenspeicherung.


1.2 Von Analog zu Digital

A/D- und D/A-Karten ermöglichen die Kommunikation des PCs mit analogen Geräten bzw. spannungs/stromgeführten Signalquellen. Insbesondere A/D-Karten dienen der Digitalisierung, Messung und Visualisierung von Spannungen und Vorgängen. D/A-Karten wiederum setzen digitale Eingaben in analoge Spannungen bzw. definierte Ströme um.

Ein am Analogeingang der Karte anliegendes Signal wird mittels A/D-Wandler in ein 8, 12, 10, 16 oder mehr Bit breites digitales Signal umgesetzt. Die Datenausgänge werden in einer Routine vom Rechner ausgelesen und weiterverarbeitet. Die Erfassung von Wechselsignalen hängt vorzugsweise von der max. Abtastrate des Wandlers und der Rechnergeschwindigkeit ab. Je öfter ein Signal innerhalb einer Periode abgetastet wird, desto genauer ist es reproduzierbar. Um Sampling-Fehler (Aliasing) zu vermeiden, sollte die Abtastrate mindestens doppelt so hoch wie die maximale Frequenz des Analogsignals sein. (Beispiel: CD-Player 44,1kHz). Unterabstastung eines Signals (z.B. Sinus) führt unweigerlich zu

Messfehlern, da eine Charakterisierung der Eingangsspannung nicht mehr möglich ist.

Es ist wichtig, immer mit dem kleinstmöglichen Meßbereich zu arbeiten, um ein Maximum an digitalen Werten von der gemessenen Spannung zu erhalten. Eine D/A-Karte geht den umgekehrten Weg: Sie liest Daten vom Datenbus des Rechners und setzt diese in Analogwerte (Spannung oder Strom) um. Innerhalb eines bestimmten Bereichs kann so eine

Spannung ausgeben werden. (Beispiel: Soundkarte). A/D- und D/A-Karten können prinzipiell sowohl unipolar als auch bipolar geschaltet werden, das heißt, sie können entweder einen Bereich von Null bis zu einem vorgegebenen Wert erfassen bzw. ausgeben, oder aber im bipolaren Betrieb sowohl positive als auch negative Spannungen und Ströme messen oder erzeugen.

A/D- und D/A-Karten finden ihren Einsatz bei :

  • Prozeßsteuerungen / Automatisierung

  • Prozeßüberwachungen / Protokollierung

  • Messungen im Labor

  • Messungen in der Qualitätssicherung

  • Fern-, Feld-, und Freiland-Messungen

  • Messungen mit besonderen zeitlichen Vorgaben

  • Protokollierung und Auswertung von Langzeitergebnissen

  • Erfassung zeitkritischer Meßwerte

  • Erfassung schneller Ereignisse

  • bei der simultanen Erfassung von Meßwerten bzw. Zeitpunktmessung

 

In Kombination eignen sich die Karten zur Regelung von Prozeßabläufen und zur Prozeßautomatisierung überall dort, wo im Prozeß auf äußere Bedingungen flexibel reagiert werden muß.


1.2.1 Typische A/D-D/A Karte

Steckbrief:

12-Bit-Multifunktionskarte für PCI-Bus

Preis: 9250 ATS

analoge Eingänge: 16/8(diff.)

-tconv = 3µs

-uni/bipolare Meßbereiche

-A/D FIFO-Speicher auf Karte

-automatische Kanaldurchschaltung bei Mehrkanalmessungen (sogar mit unterschiedlichen Meßbereichen)

AD-Modi:

-einfacher Softwaretrigger oder

analoge Ausgänge: 2 -interner Quarztrigger oder

digitale Eingänge: 4 -externer Triggerimpuls

digitale Ausgänge: 4 Datenübertragung:

-einfache Softwareabfrage oder

-per Interrupt oder

-per DMA.

Software: (Zubehör im Lieferumfang, andere Software optional)

Zubehör: PCI-9118 Library & Utility für DOS und Windows 95-DLL, im Lieferumfang

PCIS-DASK/NT [/98]: ADLink Dataacquisition Softwarekits für Windows NT /98

PCIS-LVIEW/95 [/NT]: LabVIEW-Treiber für Windows 95 oder Windows NT

DASYLab: Softwarepaket für Industrieanwendungen

DAQBench: 32-bit Active-X-control für Windows NT/98

Lieferumfang: PCI-9118DG-Karte + Anleitung + DOS-Treiber (C/C++ Programmlibrary) + Windows 95-DLL.


1.2.2 Weitere A/D-D/A Karten für ISA- und PCI-Bus

Hinweis: AD: analoger Eingang, DA: analoger Ausgang,

DI: digitaler Eingang DO: digitaler Ausgang

Produkt
Kurzcharakteristik
Funktionen
Preis inkl. 20% Ust.
8 Bit Auflösung
ISA-Karte
 
AD-Eingänge: 1
Auflösung: 8 Bit
A->D-Umsetzzeit: 2 µs
Spannungsbereiche: 0-1,25V, 0-2,5V, ±1,25V, ±2,5V
DA-Ausgänge: 1
Spannungsbereiche: 0-1,25V, 0-2,5V, ±1,25V, ±2,5V
Verwendbare Programmiersoftware: Alle Programmiersprachen mit Direkt-I/O-Zugriff
AD, DA
 
ATS 1276,-
10 Bit Auflösung
PCI-Karte
 
 
 
AD-Eingänge: 4
Auflösung: 10 Bit
A->D-Umsetzzeit: 50 ns (=> 20 MHz)
Spannungsbereiche: ±1V, ±5V
FIFO-Zwischenspeicher 64 kBytes für unterbrechungsfreie Messungen verwendbar Digitale Eingänge: 3
Inklusive DOS- und Windows 95-DLL-Treiber
Optional: Windows NT-Treiber, DASYLab-Treiber, LabView-Treiber für Windows 95 /NT, DAQBench (ActiveX) für Windows NT/98
 
AD,DI
 
ATS 19990,-
 
12 Bit Auflösung
ISA-Karte
 
 
AD-Eingänge: 16
Auflösung: 12 Bit
A->D-Umsetzzeit: 25 µs
Spannungsbereiche: ±0,3125V, ±0,625V, ±1,25V, ±2,5V, ±5V
Digitale Eingänge: 8
Digitale Ausgänge: 8
Verwendbare Programmiersoftware: Alle Programmiersprachen mit Direkt-I/O-Zugriff
Optional: Windows-Treiber
Optional: LabView-Treiber
AD, DI, DO
ATS 4120,-
PCI-Karte
 
AD-Eingänge: 32
Auflösung: 12 Bit
A->D-Umsetzzeit: 17 µs
Spannungsbereiche:
20V Range
Bipolar: ±10V, ±1V, ±0,1V
10V Range
Bipolar: ±5V, ±0,5V, ±0,05V
Unipolar: 0~10V, 0~1V, 0~0,1V
FIFO-Zwischenspeicher 2 kB für unterbrechungsfreie Messungen verwendbar
Autoscaneinrichtung (automatische Mehrkanalmessungen)
AD
ATS 7460,-


16 Bit Auflösung
ISA-Karte
 
 
AD-Eingänge: 16
(umschaltbar auf 8 Differenzeingänge)
Auflösung: 16 Bit
A->D-Umsetzzeit: 8µs
Spannungsbereiche: ±1,25V, ±2,5V, ±5V, ±10V
DA-Ausgänge: 2 (mit 12 Bit)
Spannungsbereiche: 0-5V, 0-10V
Digitale Eingänge: 16
Digitale Ausgänge: 16
AD, DA, DI, DO
ATS 7880,-
 
PCI-Karte
 
 
AD-Eingänge: 16
Auflösung: 16 Bit
A->D-Umsetzzeit: 8µs
Spannungsbereiche: ±0,625V, ±1,25V, ±2,5V, ±5V, ±10V
FIFO-Zwischenspeicher 2kB für unterbrechungsfreie Messungen verwendbar
Autoscaneinrichtung (automatische Mehrkanalmessungen)
DA-Ausgänge: 1 (mit 12 Bit)
Spannungsbereiche: 0-10V, ±10V
Digitale Eingänge: 16
Digitale Ausgänge: 16
AD, DA, DI, DO
ATS 8350,-
 

1.3 Alles Digital

Digitale I/O-Karten eignen sich, um Schaltvorgänge von Digitalschaltungen auszulesen und zu erfassen. Ohne besondere Treiber bzw. Schutzelemente sind sie ausschließlich für Niederstromlasten einsetzbar. Am besten eignet sich eine Optokopplerkarte, die präzise und schnell äußere Schaltereignisse erfassen/steuern kann. Relaiskarten werden bevorzugt zur kleinen Leistungssteuerung eingesetzt. Sie sind sehr flexibel in der Wahl der verwendeten Spannung und verarbeiten Wechselspannungen und Ströme von 0,5 A und 2 A bzw. 10 / 50 Watt.

Digitale I/O- und Relaiskarten schalten externe Stromkreise vom PC aus und können Schaltvorgänge im PC erfassen. Mittels Software werden die Ein- und Ausgänge der Karten gesteuert. Jedes Relais hat zwei eigene Anschlüsse, sodaß das Schalten von Spannungen mit unterschiedlichen Potentialen und auch das Schalten von Wechselspannung möglich ist. Ein ähnliches Verhalten zeigen Optokoppler. Sie fungieren oft als passive Eingänge und können somit nur Gleichstromvorgänge erfassen, zeichnen sich aber durch hohe Schaltgeschwindigkeiten und einen relativ weiten Spannungsbereich aus. Im Unterschied zum Relais ist das steuernde Signal letztlich Licht.

Relaiskarten schalten externe Stromkreise direkt vom PC aus. Wird ein Relais per Port-Befehl angesprochen, wird der Kontakt entweder geöffnet oder geschlossen. Dabei ist zu beachten, daß der externe Strom nicht zu groß gewählt wird, da er sonst die Schaltkontakte des Relais überlastet. Jedes Relais hat mindestens zwei Kontaktanschlüsse, so daß das Schalten von Spannungen mit unterschiedlichen Potentialen und auch das Schalten von Wechselspannung möglich ist.


1.3.1 Digitale I/O und Relaiskarten

Produkt
Kurzcharakteristik
Preis inkl. Ust
ISA-Karte
 
 
Isolierte digitale Ein-/Ausgabekarte
digitale Eingänge: 32
davon 16 isolierte und 16 TTL-Eingänge
digitale Ausgänge: 32
davon 16 isolierte und 16 TTL-Ausgänge
Quarzoszillator & Zähler
 
Sonstiges: Interruptunterstützung
ATS 2680,-
ISA-Karte
 
 
Digitale Ein-/Ausgabekarte
digitale Ein-/ Ausgänge: 48
Unterstützt 8255-Betriebsart 0,
d.h. die Datenrichtung der Ports läßt sich blockweise auf Eingabe oder Ausgabe programmieren
 
Sonstiges: Interruptunterstützung
ATS 2100,-
ISA-Karte
 
 
Isolierte digitale Ein-/Ausgabekarte
 
digitale Eingänge: 16 Optoeingänge
(Für Gleich- oder Wechselspannungssignale)
digitale Ausgänge: 16 Relaisausgänge
ATS 3270,-
ISA-Karte
 
 
Isolierte digitale Ein-/Ausgabekarte
 
digitale Eingänge: 8 Optoeingänge
(Für Gleich- oder Wechselspannungssignale)
 
digitale Ausgänge: 8 Relaisausgänge
ATS 3020,-


1.4 Software

Was letztlich den entscheidenden Vorteil eines Computers in der Meß- und Automatisierungstechnik ausmacht, ist die Software, die zur Integration des Computers mit Meß- und Steuerungshardware eingesetzt wird. Ohne die Integrationssoftware können das Potential und die Vorteile von computerbasierten Meß- und Automatisierungssystemen nie ausgeschöpft werden.

Der Schlüssel für die Kommunikation mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Hardwares sind Standard-API’s (Application Programming Interfaces). Die meisten Programme sind Sammlungen von Standard-API’s, die die Meß- und Steuerungsgeräte mit dem Computer integriert. In der Software enthalten sind Instrumententreiber und elementare Service, um Tausende computerbasierte Instrumente für Meß- und Automatisierungsanwendungen zu programmieren und zu steuern.

Die Umfrage unter den Lesern von Personal Engineering and Instrumentation News zeigt, daß LabVIEW, LabWindows/CVI und Component Works die meistgenutzte Meß- und Automatisierungssoftware ist. Auch in der Elektrotechnik Abteilung unserer HTL wird mit der LabVIEW Software gearbeitet.


1.5 Mikrosekundengenaue Echtzeit-Verarbeitung unter Windows?

PCs mit MS-Windows als Betriebssystem sind für Meß- und Steuerungsaufgaben inzwischen

weit verbreitet. Doch die mangelnde Echtzeit-Fähigkeit von Windows bereitet bei vielen

Anwendungen Probleme. Mit speziellen Software-Erweiterungen ist dennoch der Einsatz von

Windows beispielsweise in Echtzeit-Steuerungen möglich. Wie können nun aber intelligente

Meßwerterfassungskarten die Reaktionszeit noch weiter verkürzen?

Immer noch wird der Begriff "Echtzeit" in der Werbung und auch von Experten in der

Fachpresse als eine Art Maßeinheit für die Schnelligkeit einer Aufgabenverarbeitung

verwendet. Mit dem Begriff "Echtzeit" wird aber lediglich festgelegt, daß ein System innerhalb einer definierten Zeit auf eine Anforderung reagieren muß. Zur Beschreibung einer

Steuerungs- und Regelungsaufgabe reicht es aber nicht aus, "Echtzeit" zu fordern. Die

Anforderungen sind erst vollständig definiert, wenn außerdem die Zeit angegeben wird, in der

das System mit Sicherheit reagiert haben muß.

Echtzeit - was ist das?

Je nach Art der Anwendung kann sich diese Reaktionszeit innerhalb eines weiten Bereichs

bewegen:

  • Für Einsatzbereiche wie zum Beispiel Temperaturregelungen oder Füllstandsüberwachungen sind Reaktionszeiten von einigen Sekunden völlig ausreichend.

  • Anlagensteuerungen erreichen typischerweise Reaktionszeiten in einen Bereich von 100 bis zu einigen wenigen Millisekunden.

  • Beispielsweise für schnelle digitale Regelungen, Online-Filterungen, Steuerungen von Schwingungsprüfständen oder Raster-Tunnel-Mikroskopen sowie für Überwachungen von Drehzahlschwankungen sind Reaktionszeiten im µs-Bereich erforderlich.

Der Begriff "Reaktionszeit" läßt sich in diesem Zusammenhang wie folgt definieren:

Reaktionszeit ist die Zeitspanne zwischen dem Eintreffen eines Anforderungssignals am

Eingang eines Meß- und Steuerungssystems und der Ausgabe eines Antwortsignals am

Ausgang desselben Systems. Die Zeit für die Verarbeitung des Signals entsprechend der

Meßaufgabe ist in dieser Zeitspanne bereits enthalten. Die Geschwindigkeitsanforderung der

Meßaufgabe ist deshalb immer die Basis für die Auswahl des Meß- und Steuerungssystems.


1.6 Kriterien für den Kauf von Instrumentationen

Man sollte an Hand dieser Liste die verfügbaren Meßkarten oder Meßsysteme beurteilen. Manchmal muß man den Vorteil eines schnellen und genauen Systems gegen den hohen Preis aufwägen. Billige System erfordern dagegen meist großen Programmieraufwand oder sind sehr langsam. Messtechnik und PC-Messkarten sind allgemein gesehen nicht komplizierter als die Installation einer Festplatte in einen Rechner. Der Vergleich ist passend, da eine Festplatte wie auch die Messkarte diverse Anschlüsse aufweisen, nach Kapazitäten, Bittiefen, Geschwindigkeiten und Anschlussart ausgewählt werden und ohne eine bestimmte Betriebssoftware nicht funktionieren kann.

  • Einsatzort

  • freier Platz im PC (Laptop ?) und verfügbare Versorgung

  • Umgebung (Temperatur, Staub, Erschütterungen)

  • ausreichende Rechengeschwindigkeit (evtl. Karte mit eigener “Intelligenz” notwendig)

  • Form (Länge: halb, dreiviertel oder voll; Bauhöhe; Abschirmung, Kontaktschutz)

  • Veränderbare I/O-Adressen, Interrupts und DMA´s (bei Laptops oft Einschränkungen)

  • Umsetzung des zu erfassenden Signals in die meßbare Spannungen (Verstärkermodule)

  • Programmtools

  • Sofort einsetzbare Meß- und Auswerteprogramme

  • Grundroutinen für eigene Programme

  • Beschreibung

  • Ausreichende Dokumentation der physikalischen Parameter (Stromverbrauch, Genauigkeit)

  • Ausreichende Programmierbeschreibung (Port, Abfrage von Meßwert)

  • Preis

  • Verfügbarkeit

  • ISA- oder PCI-Bus

Viele Entwickler favorisieren den ISA-Bus, denn die Vorteile liegen klar auf der Hand. Als einziger Bus aller bisheriger Personal-Rechner (PC, XT,AT,PS2 mit EISA, Micorchanal, VLB, PCI...), verfügt der ISA-Bus über ein bestechend klares, einfaches I/O-Bus-Konzept das jeder Anwender schnell und leicht durchschaut. Alle Signale sind exakt definiert und mit dem am Markt üblichen Bauteilen ist es kein Problem eine sichere, industriegerechte Schaltung zu entwickeln.

Der zuletzt vorgestellte PCI-Bus hat bereits schon 4 große Revisionen hinter sich. Ein endgültiger Stand (geschweige Standard) ist nicht abzusehen. Daher kann es sein, daß Sie heute eine PCI-Karte kaufen, die morgen bereits nicht mehr in Ihrem neuen Rechner

funktioniert (oder umgekehrt). Schade eigentlich, denn der PCI-Bus ist in seiner Grundidee garnicht mal so schlecht. Vor lauter geänderten Konventionen weiß der Hardware-Entwickler nur nicht mehr wie er zukünftig vorgehen soll, denn er soll ja schließlich ein gutes Langzeitprodukt für die Industrie entwerfen.

Die Frage: "Was ist denn jetzt besser" ist nicht so einfach zu beantworten. In der Regel ist dies von der entsprechenden Anwendung selbst, der geforderten Betriebssicherheit, den Gesamtanschaffungskosten, der PC-Leistung und der möglichen/erhältlichen Mess-Software abhängig.


2. Schnittstellen

2.1 Allgemeines über Schnittstellen

Schnittstellen (Interface) sind immer dann zu beachten, wenn zwei unterschiedliche Geräte zusammenarbeiten sollen, z.B. Computer und Drucker. Damit diese peripheren Geräte auch mit dem Computer kommunizieren können, müssen sie in der Regel über ein Kabel, dem sogenannten Schnittstellenkabel, mit diesem verbunden werden.

Insgesamt werden drei Möglichkeiten der Datenübertragung unterschieden: Simplex, Halb-Duplex, Voll-Duplex (Bild 1). Dabei kann eine Schnittstelle sowohl die Möglichkeit des Sendens als auch des Empfangens beinhalten.

Abb. 1 Datenübertragungsarten

 

 

Zeichen werden grundsätzlich im 8-Bit Format dargestellt (kodiert), d.h. für die Übertragung von Zeichen (Zeichenfolgen), was jede Datenübertragung letztlich darstellt, ergibt sich die einfache Möglichkeit, daß die notwendigen 9 Leitungen (8 Datenleitungen, 1 Masseleitung) einfach mit Hilfe einer entsprechenden Steckverbindung zum peripheren Gerät weitergeleitet werden. Es befinden sich also alle 8 Datenleitungen parallel nebeneinander, so daß man von einer parallelen Schnittstelle spricht (Bild 2).


2.2 Asynchrone - Synchrone Übertragung

Obwohl die technische Realisation des Übertragungsverfahrens primär nicht zu dem Bereich der Schnittstelle gehören, sollen sie hier kurz erwähnt werden. Ein Problem bei jeder Datenübertragung (Kommunikation) besteht in der Mitteilung des Beginns und des Endes der Übertragung. Sender und Empfänger müssen also gleichgeschaltet, synchronisiert, werden. Diese Gleichschaltung kann mit jedem einzelnen zu übertragenen Zeichens auf neue erfolgen, z.B. beim Morsen durch Übertragen eines Tones bestimmter Dauer, so daß der Empfänger weiß, jetzt kommt ein Zeichen. Diese Methode bezeichnet man auch als as