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DAS SONNENSYSTEM

Das Sonnensystem

 
 
1.
Das Sonnensystem
2.
Die Entstehung des Sonnensystems
3.
Die Planeten
 
Übersicht
Die scheinbaren Bewegungen
Merkur
 
Venus
 
Erde
 
Mars
 
Jupiter
 
Saturn
 
Uranus
 
Neptun
 
Pluto
4.
Kleinkörper des Sonnensystems
 
Planetoiden
 
Kometen
 
Meteore
 
Interplanetare Materie

1. Das Sonnensystem

Das Sonnensystem besteht aus einer größeren Zahl von Himmelskörpern, die durch die Gravitation an unsere Sonne als Zentralgestirn gebunden sind. Die Hauptkörper dieses Systems sind neben der Sonne die neun Planeten, die ihrerseits wieder, außer Merkur und Venus, von kleineren Himmelskörpern, ihren Monden umkreist werden. Ferner bewegt sich in der Hauptsache zwischen Mars- und Jupiterbahn eine größere Zahl sogenannter Planetoiden (Asteroiden). Eine weitere Gruppe von Körpern des Sonnensystems bilden die Kometen, die Meteore und die aus Staubteilchen, Ionen und freien Elektronen bestehende interplanetare Materie.

Begriffe: - Planeten: kugelförmige Himmelskörper, die sich um die Sonne bewegen, und deren Licht reflektieren

- Sterne : selbstleuchtende Gaskugeln großer Masse und hoher Temperatur

- Monde : meist kugelförmige Himmelskörper, die einen Planeten umlaufen u. das Licht der Sonne reflektieren

Die wahre Bewegung der Planeten

Was bewegt sich?

Um 1500 - Copernicus: Die Erde und die anderen neun Planeten bewegen sich um die Sonne
(heliozentrisches Weltbild)

Wie bewegen sich die Planeten?

Um 1600 - Kepler: Drei Planatengesetze

Warum bewegen sich die Planeten? 27967qxm99sdk4r

Um 1700 - Isaac Newton: Gravitationsgesetz

Größenverhältnisse und Massenverhältinsse

rErde : rJupi = 1 : 10

rErde : rSonne = 1 : 100

mErde : mJupi = 1 : 318

mErde : mSonne = 1 : 330.000

Die Sonnenmasse ist etwa 700 mal so groß, wie alle Planetenmassen zusammen. Sie macht 99,857 % der Masse des gesamten Planetensystems aus.

2. Die Entstehung des Sonnensystems

I solarer Urnebel: vor ca. 4,5 Mrd. Jahren

unser Planetensystem entwickelte sich wahrscheinlich gleichzeitig mit der Entstehung der Sonne

Abb.1: interstellare Staub- und Gasmassen verdichten sich, Kontraktion setzt ein

II in einer rotierenden Gas- und Staubwolke bildete sich im Zentrum ein Stern (Sonne) und in der Scheibe weitere Materieklümpchen (Embryoplaneten von 1-1000 km Durchmesser)

Abb.2: Kernfusion setzt im Zentrum ein, Rotation setzt ein

III die Kerntemperatur der Sonne ist auf 10 Mio.°C gestiegen, die massereichen werdenden Planeten ziehen fast alle sie umgebende Materie an

Abb.3: fortschreitende Materieverdichtung

IV heute: 4,6 Mrd. Jahre nach der Entstehung

Kerntemperatur 15 Mio.°C, Oberflächentemperatur: 5800°C / 9 Planeten, zurück geblieben sind Trümmer von Planetoiden, Meteoriten und Kometen

Abb.4: heutiges Sonnensystem

Zusammenstöße, Meteoriteneinschläge etc. Formten die Planeten. Zum Teil entstanden hohe Temperaturen, die die chemische und physikalische Beschaffenheit stark veränderten.

3. Die Planeten

à Planeten sind kugelähnliche Himmelskörper. Sie umlaufen die Sonne in kreisähnlichen Bahnen (Ellipsen) in fast einer Ebene (Ekliptik) und reflektieren deren Licht. Die Sonne ist das Gravitationszentrum. Man unterscheidet die inneren und äußeren Planeten auf Grund ihrer Distanz zur Sonne.

Übersicht :

Abb.5: Das Sonnensystem

 

Name des
Planeten
Umlaufzeit um die Sonne (in Erdjahren)
mittl. Umlauf-geschwindig-keit (in km/s)
Bahnneigung zur Umlaufe-bene der Erde
Umdrehungszeit um die eigene Achse (in Erdzeit)
Winkel zwischen Äquatorebene und Umlaufebene
mittl. Entfer-nung von der Sonne (in AE1)
mittl. Temp-eratur an der Oberfläche
mittl. Dichte (in g/cm3)
Äquatordurch-messer (rel. Zum Erddurchmesser)2
Masse (rel zur Erde)3
Fluchtge-schwindigkeit (in km/s)
Anzahl der Monde
Anzahl der Ringe
Zeitpunkt der Entdeckung
Symbol
Merkur
0,241
47,8
7,00°
58d15h
36min
0°?
0,39
+350°C (Tag) -170°C (Nacht)
5,44
0,38
0,05
4,25
0
0
Diese Planeten
 
Venus
0,615
35,0
3,39°
243d
3h50min
178°
0,72
+475°C
5,24
0,95
0,815
10,36
0
0
sind
 
Erde
1
29,8
23h
56min4,1s
23°27’
1
+22°C
5,52
1
1
11,18
1
0
mit dem
 
Mars
1,881
24,1
1,85°
24h37min
22,6s
24°
1,52
-23°C
3,93
0,53
0,107
5,02
2
0
bloßem
 
Jupiter
11,869
13,0
1,31°
9h55min
30s
3°4’
5,20
-123°C (oberer Wolkenrand)
1,33
11,19
317,9
59,64
16
1
Auge zu
 
Saturn
29,628
9,6
2,49°
10h40min
24s
26°44’
9,54
-18°C (oberer Wolkenrand)
0,69
9,48
95,2
35,41
21
ausgedehntes Ringsystem
erkennen
 
Uranus
84,665
6,8
0,77°
15h
26min
98°
19,20
-218°C (oberer Wolkenrand)
1,27
4,06
14,5
21,41
17
10
1781
 
Neptun
165,5
5,4
1,77°
16h3min
29°
30,06
-228°C (oberer Wolkenrand)
1,66
3,81
17,2
23,52
8
3
1846
 
Pluto
251,9
4,7
17,2°
6d9h22min
50°?
39,6
-230°C?
1,1
0,23
0,003
1,0
1
0
1930
 

1 1 A.E. (1 Astronomische Einheit) = 149.600.000 km

2 Erddurchmesser: 12.756 km

3 Erdmasse: 5,97x1024 kg

 

Die scheinbaren Bewegungen : xd967q7299sddk

 

innere Planeten

 

a: Elongation

Erdbahn

Merkur-/Venusbahn

größte
westl. Elongation

größte
östl. Elongation

untere
Konjunktion

obere Konjunktion

Erde

 

Abb.6: Scheinbare Bewegungen der inneren Planeten

 

- der Planet scheint um die Sonne zu pendeln

- Sichtbarkeit: . als Morgen- oder Abendstern sichtbar

. niemals um Mitternacht

. zeigen Phasengestalten

 

Abb.7: Phasengestalten der Venus

 

 

 

 

 

 

 

 

äußere Planeten

 

Sonne

1
Monat

Erde

Jupiter

Blickrichtung
zum Jupiter

 

Abb.8: Scheinbare Bewegungen der äußeren Planeten

 

- Überholt der innere (schnellere) Planet Erde den äußeren (langsameren) Planeten, so scheint sich dieser zeitweilig entgegengesetzt zu bewegen, er ist „rückläufig“. Anschließend bewegt er sich wieder in der ursprünglichen Richtung wie die Sonne, nämlich von West nach Ost, er ist wieder „rechtläufig“. Durch diesen Bewegungswechsel bildet die Bahn des Planeten eine Schleife.

 

rechtläufig

rückläufig

 

Abb.9: Schleifenbewegung eines äußeren Planeten

 

- Sichtbarkeit: Äußere Planeten können auch auf der sonnenabgewandten Seite (Nachtseite) der Erde stehen und wären dann die ganze Nacht sichtbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Merkur :

Wegen seiner großen Sonnennähe ist Merkur nur in der Abend- oder Morgendämmerung beobachtbar. Sein Abstand von der Erde schwankt zwischen 80 und 220 Millionen Kilometern. Seine größte scheinbare visuelle Helligkeit beträgt -0m,2, die Rotationsperiode beträgt 58,65 Tage und seine siderische Umlaufzeit beträgt 87,97 Tage. Da der Planet keine nennenswerte Atmosphäre besitzt, herrschen große Temperaturgegensätze zwischen Tag- (585°K) und Nachtseite (150°K). Die Oberfläche besitzt erdmondähnliche Formationen.

- gehört zu den inneren (erdähnlichen) Planeten
- Abstand von der Sonne:

mittlerer Abstand: 57,9x106 km
kleinster Abstand: 46 x106 km
größter Abstand : 70 x106 km

- Bahnneigung gegen die Ekliptik: 7,00°
- Äquatordurchmesser: 4878 km
- mittlerer Dichte: 5,43 g/cm3
- Fallbeschleunigung: 278 cm/s2
- Äquatorneigung gegen die Bahnebene: rund 2°
- Albedo: 0,096
- Merkur besitzt keinen Mond

Venus

Venus gehört zu den inneren (erdähnlichen) Planeten. Bezüglich Masse, Dichte und Radius ist die Venus der Erde sehr ähnlich. In den anderen physikalischen Parametern treten jedoch kaum Gemeinsamkeiten auf. Eine Besonderheit gegenüber allen anderen Planeten ist die langsame Venusrotation von 243 Erdtagen, die entgegengesetzt (retrograd) zur Bahnbewegung um die Sonne gerichtet ist. Die Länge eines Sonnentages auf der Venus entspricht 117 Erdtagen. Die Atmosphäre der Venus ist völlig anders aufgebaut, als die der Erde. Sie besteht in 24 km Höhe (Druck 17,7 bar) aus 96,4% CO2; 3,4% N2; 0,135% H2O-Dampf; alle anderen Bestandteile liegen im ppm-Bereich (1 auf 1 Million): 200 ppm SO2; 70 ppm O2; 200 ppm He; 20 ppm Ar; 5 ppm Ne. Die Venus wird von einer Wolkenhülle umgeben, de