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Weimar

Katrin Johannsen 23. 09. 98

Referat

 

Weimar

I. Allgemeine Informationen

 

II. Aufschwung und Wandel Weimars

 

III. Weimarer Klassik

 

I. Allgemeine Informationen

I.1 Ethymology des Wortes Weimar:

- aus dem Althochdeutschen: "wih" bedeutet heilig, "mari" Wasser

I.2 Lage

- im Herzogtum Sachsen- Weimar- Eisenach

  • an der Ilm

I.3 Größe

  • 1775 (als Goethe die Stadt zum 1. Mal betritt): 6000 Einwohner

  • 700 z.T. mehrstöckige aber armselige Häuser

- geistige Größe (Horizont) der alteingesessenen Bürger Weimars: beschränkt (nach Wölfing) auch nach dem

Zuzug von Geistesgrößen

I.4 Regierung

  • 1758 – 1775 von der Herzogin Anna Amalia

  • ab 1775 von ihrem Sohn Carl August

I.5 wirtschaftliche Situation

- Wirtschaftsträger stellen Handwerk und Handelsstand dar, die jedoch überbesetzt, kapitalschwach und

konkurrenzunfähig sind, da Weimar abgeschnitten von großen Verkehrsströmen liegt

  • hinzu kommt der schlechte Ruf der Weimarer Manufaktur, v. A. der Strumpfmanufaktur

  • Wandel: Ende des 18. Jh. in der industriellen Produktion und dem überörtlichen Handel

  • wichtig dafür: Hofbildhauer Klauer, der kunstgewerbliche Erzeugnisse herstellte und der Legationsrat Friedrich Justin Bertuch als Verleger von Journalen, Zeitschriften und Almanachen (= jährlich herausgegebene Verlagskataloge mit Textproben)

II. Aufschwung und Wandel Weimars

  • Anna Amalia beruft Wieland nach Weimar

  • weiterer Zuzug von Goethe, Schiller und Herder

  • Anreize: schöne Lage und daß, (nach Schiller) "jeder nach seiner Weise privatisieren kann, ohne damit aufzufallen. Eine stille, kaum merkbare Regierung läßt einen so friedlich hinleben und das bißchen Luft und Sonne genießen."

  • die Anwesenheit vieler bekannter Schriftsteller inspirierte auch die Bürger zum Schreiben und war Anreiz für viele Reisende und Fremde

  • Goethe stieg im Laufe seines Aufenthaltes in Weimar vom Geheimen Legationsrat zum Direktor des Landesstraßen- Bauwesen auf, wurde Geheimer Rat mit Ministerrang und noch später Spitze des herzoglichen Geheimconseils (heute würden wir Ministerpräsident sagen)

  • Anna Amalia sammelt im Wittumspalais und in Tiefurt eine literarischen Kreis um sich, ohne Zwänge und machte Weimar so zum "Musensitz" der deutschen Literatur

III. Weimarer Klassik

 

- Definition: eine Richtung (nicht Epoche) der deutschen Literatur- und Geistesgeschichte im Übergang vom 18.

zum 19. Jh., die besonders von Goethe und Schiller geprägt wurde

- Allgemein kann man sagen, daß die Klassik eine Bezeichnung für kulturelle Höhepunkte ist (z.B. das Zeitalter

des Augustus (63 v. Chr. – 14 n. Chr.) (römisch Klassik)

  • Die Weimarer Klassik wird in etwa zeitlich begrenzt durch Goethes Italienreise (1786) und Schillers Tod

im Jahre 1805 (umstritten, manchmal auch Goethes Tod 1832 als Ende)

  • Lokale Zentrierung (wie vorher schon genannt) auf die Residenzstadt Weimar ergab sich durch den von Anna

Amalia gegründeten Musenhof

  • Idealvorstellungen: Menschlichkeit, Toleranz, Übereinstimmung von Mensch und Natur sowie von Individuum

und Gesellschaft

  • Die Idealvorstellungen führten dazu, daß die Vertreter der W.K. sich von der politischen Realität zurückzogen

sich nur philosophisch mit diesen Ereignissen beschäftigen

  • Weimarer Klassik bleibt unpolitisch

Wichtige Personen neben Goethe (1749- 1832) und Schiller (1759- 1805):

  • Christoph Martin Wieland (1733- 1813), Dichter und Erzieher Carl Augusts

  • Carl Ludwig von Knebel (1744- 1834), Erzieher von Carls Bruder Constantin, vermittelt Kontakt zw. Goethe und dem Herzog

  • Friedrich Justus Bertuch (1747- 1822), Verleger v.a. von Journalen, Zeitschriften und Almanachen

  • Johann Gottfried Herder (1744- 1803), Goethes Lehrer

  • Anna Amalia (1739- 1807), Begründerin des Musenhofes

  • Wölfing

Literaturverzeichnis

  • "Von Göttern, Fürsten und Gewürm", faz vom 22. 8. 83

  • Redaktion für Literatur des Bibliographischen Instituts, Gerhard Kwiatkowski (Leitg.): Schülerduden Literatur,

Mannheim, Wien, Zürich: Dudenverlag, 1980

  • Fricke/Klotz: Geschichte der deutschen Dichtung. Hamburg: Matthiessen Verlag, 1966

  • Neues grosses Volkslexikon. Stuttgart: Fackelverlag, 1979

  • Chronik der Deutschen. Dortmund: Chronik- Verlag in der Harenberg Kommunikation Verlags- und Mediengesellschaft GmbH & Co KG, 1983