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Marie - Luise Kaschnitz

Marie - Luise Kaschnitz

  • richtiger Name: Marie - Luise Freifrau von Kaschnitz – Weinberg

  • geb. 31.1.1901 in Karlsruhe; gest. 10.10.1974 in Rom

  • nach Lyzeum Buchhändlerlehre, danach in einem Antiquariat in Rom beschäftigt

  • lernt dort den Archäologen Guido von Kaschnitz – Weinberg kennen:

Heirat 1925, Geburt einer Tochter 1928

  • begleitet ihren Mann auf Studienreisen nach Griechenland, in den Orient und nach Nordafrika 58353npz75qcg7k

1 Begegnung mit der Antike wurde wesentlich für ihr literarisches Schaffen

(Essay "Griechische Mythen", 1941)

  • 1932 Rückkehr nach Deutschland, wo ihr Mann an diversen Universitäten Vorlesungen hält

  • erste veröffentlichte Romane: "Liebe beginnt" (1933, autobiographisch) und "Elissa" (1937)

  • Durchbruch 1945/46 mit der Essaysammlung "Menschen und Dinge"

  • 1947: Zwei Lyrikbände "Gedichte" und "Totentanz und Gedichte" pc353n8575qccg

1 große Wirkung, da sie tiefe Eindrücke aus dem Krieg wiedergeben und die Schrecken, aber auch die Hoffnungen der Kriegszeit in Erinnerung rufen

  • 1958 Tod des Ehemannes, Bewältigung des Leidens durch Gedichtband "Dein Schweigen – Meine Stimme" (1962)

1 bezieht sich stark auf den Brief an die Römer, Kapitel 8 (0 sehr religiös)

  • Sprache: nüchtern, trocken, sparsamer Gebrauch von Stilmitteln (Prosa)

  • Themen:

  • Hintergründige Durchleuchtung der Gegenwart

  • Verwendung von persönlichen Notierungen und Erinnerungen vermischt mit Zeitkritischem

  • Bezüge auf Weltpolitik

  • Einbringung von christlich – religiösen Elementen

  • Anklage der Technisierung und Vermassung als Bedrohung der Menschheit

  • Auszeichnungen/Mitgliedschaften:

  • 1955 Georg – Büchner – Preis

  • 1957 Immermann – Preis

  • 1967 Aufnahme in die Friedensklasse des Ordens "Pour la Merité"

  • 1968 Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Frankfurt (dort hatte sie 1960 auch die Professur für Poetik inne)

  • 1970 Hebel – Preis

  • Mitglied des PEN und einiger deutscher Akademien

  • Seit 1984: Alle zwei Jahre Verleihung des Marie – Luise – Kaschnitz – Preises (Höhe: 15.000 DM) an deutschsprachige Autor(inn)en für ihr erzählerisches, dichterisches oder lyrisches Werk