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Kommunikation - Bericht über ein Kommunikationsseminar im Rahmen des Pädagogikunterrichts

Kommunikation

Bericht über ein Kommunikationsseminar im Rahmen des Pädagogikunterrichts

Agnes Wühr

Nachtigallweg 10

2384 Breitenfurt

Tel.: 0676/613 41 76

 

 

 

 

 

Inhalt

Theoretische Grundlagen

  • Das Johari Fenster

  • Feedback-Regeln Seite 3

Kommunikationsprobleme

  • Modell Eisberg 35333ncl42grz8s

  • Modell der 4 Ohren Seite 4

Konflikt-Lösungsmodelle Seite 5

Praktische Übungen Seite 6

Optimierung Seite 6 cr333n5342grrz

Persönlicher Eindruck Seite 7

 

Johari Fenster

 

Selbst- und Fremdwahrnehmung

 
A
öffentliche Person
 
C
blinder Fleck
 
 
B
Privatperson
 
D
Unbekanntes
 

A, Verhalten mir selbst bekannt und für andere wahrnehmbar

B, Verhalten für andere verborgen

C, Verhalten für andere sichtbar, mir selbst unbewusst

D, Vorgänge weder mir noch anderen bekannt

Je besser ich eine Person kenne desto größer ist Feld B.

Feld C kann durch Feedback verkleinert werden.

Feedback Regeln

Feedback ist eine Rückmeldung. Das Wort kommt aus dem Englischen und wird auch oft für die Reaktion eines Publikums verwendet. Es ist wichtig um unsere Schwachstellen oder unseren blinden Fleck zu finden und zu verringern.

Allerdings sollten wir folgendes beachten:

  • innere Haltung (respektvoll, informativ)

  • zeitlich passend (möglichst unmittelbar)

  • so ausführlich + konkret wie nötig

  • auf begrenztes, konkretes Verhalten bezogen

  • sprachliche Form: Ich statt man, konkret statt allgemein, unterstützend statt verletzend, neutral statt wertend

  • Beobachtung, Interpretation + Gefühl als solche benennen

  • Feedback-Erhalter hört zu + schweigt (à annehmen)

  • Feedback ist ein Geschenk (keine Verpflichtung)

  • Feedback geben bedeutet Information geben und nicht den anderen zu verändern

  • Gefühle können nicht falsch sein, Interpretationen schon

Seite 3

Probleme bei der Kommunikation

Modell Eisberg 35333ncl42grz8s

 

Modell der 4 Ohren

Nach Dr. phil., Dipl.-Psych., Prof.
Friedemann Schulz von Thun

  • Sachohr (hört Sachinhalt ohne Wertung)

  • Beziehungsohr (sagt etw. über Beziehung zw. Sender und Empfänger aus)

  • Appellohr (damit soll Situationsänderung erreicht werden)

  • Selbstoffenbahrungsohr (sagt etw. über den Sender selbst aus)

Schulz von Thun schrieb viele Bücher, die uns helfen können die Kommunikation zu verbessern, z.B.:

  • Sich verständlich ausdrücken (zus. mit I.Langer und R.Tausch), Reinhardt-Verlag, (1.Aufl. 1974)

  • Miteinander reden 1: Störungen und Klärungen. Rowohlt TB (1981)

  • Miteinander reden 2: Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung (1989)

  • Miteinander reden 3: Inneres Team und situationsgerechte Kommunikation (1998)

Seite 4

Konflikt – Lösungsmodelle

  1. Flucht

  2. Kampf- Vernichtung des Gegners

  3. Unterordnung

  4. Delegation an einen Dritten

  5. Kompromiss

  6. Konsens

Zu 1. Flucht ist immer negativ, wenn emotionaler Ärger bleibt. Allerdings ist sie

positiv, wenn dadurch 2 vermieden wird.

Zu 2. Bsp: Krieg, Mobbing (auch bei Kindern), schlagen

Zu 3. in Hierarchien – Unterordnung ist schlecht wenn ich es mit meinem Gewissen/

meinen Prinzipien nicht vereinbaren kann à langfristig nicht sinnvoll

Zu 4. deligieren = an jemanden übergeben

Es gibt hier eine eigene Berufsgruppe: Mediatoren, sie helfen Konflikte zu lösen

(neutral, unterstützt Kompromiss)

Zu 5. Vorteil: finden einer gemeinsamen Lösung

Nachteil: keiner wird wirklich befriedigt

Zu 6. Eine Form der Lösung mit der beide wirklich glücklich sind

Ein weiterer Weg zur Lösung von Konflikten ist das Prinzip der Seniorität -- wenn zwei Beitragende oder Gruppen von Beitragenden einen Disput haben, und dieser Disput nicht objektiv entschieden werden kann, und keiner der beiden Parteien das Territorium des Disputs besitzt, dann wird zu Gunsten der Seite entschieden, die mehr Arbeit in das Projekt als Ganzes investiert hat (das ist also jene, die mehr Eigentumsrechte am ganzen Projekt hat).

Die zwölf "Zutaten" der Konfliktlösung
  1. Gegenseitige Achtung
  2. Suchen Sie nach einem gemeinsamen Nenner
  3. Bedürfnisse, Wünsche und Sorgen festhalten
  4. Das Problem oder die Streitfrage neu formulieren
  5. Ein annehmbares Ergebnis für alle finden
  6. Halten Sie Alternativen bereit und bleiben Sie flexibel
  7. Bleiben Sie offen für neue Ideen
  8. Seien Sie positiv
  9. Gemeinsam das Problem lösen
  10. Streichen Sie das Wort "aber" aus Ihrem Wortschatz
  11. Wenn Ihre Vorgehensweise nicht funktioniert, dann verändern Sie etwas
  12. Tief einatmen

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Praktische Übungen

Im Seminar versuchten wir unsere Kommunikation zu verbessern.

Dazu machten wir folgende Übungen:

  • Mehrere Hocker wurden nacheinander aufgestellt und alle Schüler stellten sich darauf. Nun sollten sie sich nach dem Alphabet ordnen ohne auf den Boden zu steigen. Danach ordneten wir uns nach den Geburtsdaten ohne den Boden zu berühren und ohne zu sprechen.

  • Wir stellten uns paarweise gegenüber und streckten unsere Hände aus. Einer muss nun durch laufen und alle heben ihre Hände. Dafür braucht man viel vertrauen.

  • „Blinde Mathematiker“ hieß eine Übung bei der wir in 2 Gruppen geteilt wurden und versuchten blind mit einem Seil ein gleichseitiges Dreieck zu formen.

  • Ein Ballspiel, das sich „Kometenbahnen“ nennt trainiert das Gedächtnis. Ein Ball wird in einer Bahn geworfen, die später reproduziert werden muss. Man entwickelt mehrere Bahnen, die sich dann überlappen.

  • 3 Inseln werden eingegrenzt. Auf ihnen sind je ca. 8 Schüler. Sie sollen nun ohne den Boden zu berühren auf ein Festland gelangen. Dazu stehen ihnen ca. 8 Bretter zur Verfügung. Nur die erste Person die das Brettchen berührt hat darf es verschieben. Die Schüler sollten hierbei lernen, dass es einfacher wäre die 3 Gruppen hätten zusammen gearbeitet. Die Distanzen zwischen den Inseln waren nicht so groß wie zum Festland. Hätten sie sich in der Mitte getroffen hätten sie mehr Bretter gehabt und wären wesentlich schneller und leichter ans Ziel gekommen.

  • Bei unserer Letzten Übung sollten wir in eine „Bank“ einbrechen. Die Hälfte der Schülerinnen musste durch ein Gitter, das aus Seilen gespannt war. Jedes Loch durfte dabei nur einmal verwendet werden. Die anderen mussten mit langen Brettern zur Bank kommen. Weder Bretter noch Menschen durften hierbei den Boden berühren. Das einzige was dies durfte waren Klötze, die wiederum nicht verschoben werden sollten. Die Bretter waren jedoch zu kurz um auf 2 Klötze gelegt zu werden. Wir mussten also eine Wippe machen um ans Ziel zu gelangen. Diese Übung forderte uns wirklcih akrobatische Leistungen ab.

Optimierung

Um die Zusammenarbeit bei solchen Übungen zu verbessern sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • möglichst alle miteinbeziehen

  • Gespräch in kommunikationsfähiger Form

  • alle Vorschläge anhören

  • für alle verständlicher Plan

  • Rollen entsprechend verteilen

  • achten auf Kommunikation während Durchführung

  • Hilfe anbieten

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Persönlicher Eindruck

 

 

 

 

 

Ich selbst erlebte das Kommunikationsseminar als äußerst interessant und abwechslungsreich.

Längst vergessene Konflikte wurden in Gesprächen wieder aufgerollt und so konnten wir quasi einen Neuanfang starten.

Ich merkte wirklich, dass uns das Reden, für das wir sonst kaum Zeit finden, half besser miteinander umzugehen.

Wir lernten uns besser kennen und ich machte eine Erfahrung die ich bestimmt nie vergessen werde:

Ich weis jetzt was Teamwork ist!

Bei der letzen Übung mussten wir wirklich alle zusammenhelfen.

Außerdem war die Klasse nicht in die Großgruppen geteilt wie in der Schule und dadurch lernte ich Mitschülerinnen näher kennen, mit denen ich sonst kaum spreche.

Ich freue mich wirklich auf eine Fortsetzung, da ich mich auch für die theoretischen Ansätze sehr interessiere.

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