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Der Besuch der alten Dame - Eine tragische Komödie

 

von

Eine tragische Komödie 23674nzn42fev6k

Hauptpersonen: ze674n3242feev
Claire Zachanassian
Ort
Güllen, eine Kleinstadt
 
Ill
Zeit:
Gegenwart
 
Der Bürgermeister
 
 
 
Der Pfarrer
 
 
 
Der Lehrer
 
 
 
Der Polizist
 
 

Erstaufführung: 1956

ze674n3242feev

Geboren 1921 im Kanton Bern als Pfarrersohn. Gestorben 1990 in Neuenburg.

Er war als Zeichner, Graphiker, freier Schriftsteller, Theaterkritiker,

Theatertheoretiker und angesehener Maler tätig.

Kriminalgeschichten:
„Der Richter und sein Henker“
„Verdacht“
 
Hörspiele:
 
„Die Panne“
„Der Doppelgänger“
„Der Prozeß um des Esels Schatten“
 
Erfolgreichstes Werk:
„Grieche sucht Griechin“—Prosakomödie
 
Komödien und Tragikkomödien:
„Romulus der Große“
„Der Besuch der alten Dame“
„Die Physiker“
 

Georg Büchner Preis 1986

In einem kleinem, finanziell heruntergekommenen Ort vegetieren die Bewohner dahin. Sie erwarten den Besuch einer Multimillionärin, Claire Zachanassian. Claire Zachanassian, eine ehemalige Einwohnerin von Güllen und Jugendfreundin von Ill, hat sich nämlich schon sehr oft als wohltätig erwiesen. Die Bewohner erwarten eine finanzielle Unterstützung und setzen alle Hoffnung in Ill. Claire Zachanassian kommt früher als erwartet und damit ungelegen an, da die Einwohner den Empfang noch nicht vorbereitet haben. Alle wundern sich über ihre makaberen Witze und über ihr äußerst seltsames Gepäck (Sänfte, unzählige Koffer, Sarg). Es begleiten sie ihr 7. Ehemann, 2 Sänftenträger, 1 Butler und 2 Eunuchen. Sie verspricht dem Ort eine Milliarde, fordert dafür aber „Gerechtigkeit“ - Tod für Ill. Sie beschuldigt Ill nämlich, der Vater ihres Kindes zu sein. Ill bestach aber 2 Männer - jetzt Eunuchen - damit sie vor Gericht aussagen würden, mit „Kläri“ geschlafen zu haben. Der Bürgermeister lehnt entschieden im Namen der Einwohner ab.

 

Am nächsten Morgen haben Ill’s Kinder plötzlich keine Zeit mit ihm zu frühstücken (seine Tochter nimmt Französisch und Lateinunterricht, sein Sohn muß am Bahnhof arbeiten). Als Ill nachher in seinen Laden geht, kommen wie jeden Morgen seine Stammkunden. Doch alle haben neue Hosen und gelbe Schuhe und kaufen bei ihm teure Sachen auf Kredit. Ill wird skeptisch. Inzwischen verlobt sich Claire mit ihrem Gatten Nr.8. Ill will Claire anzeigen, wird aber von dem Polizist (mit einem neuen Goldzahn) davon abgehalten. Inzwischen kommt der Panther von Claire aus, wird dann aber vom Pfarrer gejagt und kommt vor Ill’s Laden zum Liegen. Nun weiß Ill (vom Pfarrer), daß auch er gejagt wird und will fliehen. Als er zum Bahnhof kommt sind alle Leute dort um sich zu „verabschieden“. Ill kommt sich bedrängt vor, traut sich nicht in den Zug zu steigen und fällt auf die Knie.

 

Die Bewohner von Güllen erwarten alle den Tod von Ill. Sie sind sich alle so sicher, daß sie das Geld, das sie von der alten Dame erwarten, schon vorher ausgeben. Auch seine Familie läßt sich mitreißen. Nur der Lehrer ist noch auf Ill’s Seite, aber bei einer Gemeindeversammlung hält er plötzlich eine Rede gegen Ill. Bei der anschließenden Abstimmung sprechen sich alle dafür aus, das Geld der alten Dame anzunehmen und beschließen so automatisch Ill’s Tod. Nach der Versammlung verlassen die Presseleute den Saal, die Einwohner der Stadt formen eine Gasse und Ill muß als letzter durch diese Gasse gehen. Am Ende entsteht ein Gedränge und Ill findet auf diese Weise den Tod. Alle behaupten, daß es ein Tod aus Freude gewesen sei. Die alte Dame wird zum Schluß als Wohltäterin gefeiert.