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Beryllium, Magnesium, Calcium, Strontium, Barium, Radium

Kurzvortrag

 

Gliederung:

1.) Herkunft der Beziehung + Elemente

2.) Steckbrief

3.) Reaktionen

1.) Herkunft der Beziehung +Elemente

à Elemente der II. Hauptgruppe des Periodensystems – Erdalkalimetalle.

à Elemente Beryllium, Magnesium, Calcium, Strontium, Barium und Radium.

à Name -> erheblichen Anteil, den Verbindungen des Calciums und des Magnesiums am Aufbau der Erdkruste haben.

à Die chemischen Eigenschaften sind den Eigenschaften der Alkalimetallen sehr ähnlich

à Sie sind unedle Leichtmetalle. Mit Nichtmetallen reagieren sie zu Ionenverbindungen. Die Ionen der Erdalkalimetalle sind zweifach positiv geladen.

à In der Häufigkeit der Erdalkalimetalle steht Calcium an erster Stelle, gefolgt von Magnesium. (Folie!!!)

à Wesentlich seltener sich Barium, Strontium und Beryllium, wohingegen Radium nur als Zwischenprodukt in radioaktiven Zerfallsreihen auftritt.

à Der Anteil der Erdalkalimetalle an der Bildung der Erdkruste liegt bei etwas mehr als 4 Prozent.

à Wegen ihrer Reaktivität treten die letzteren 3 Stoffe der 2 Hauptgruppe unter natürlichen Bedingungen niemals elementar auf.

à Die Erdalkalimetalle sind silbrig-weiße, glänzende Leichtmetalle mit unterschiedlicher Härte.

à An der Luft überzieht sich ihre Oberfläche schnell mit einer dünnen Oxidschicht.

à Sie sind damit generell höher schmelzend als die Alkalimetalle. Auch ihre Dichte und die 1. Ionisierungsenergie ist größer als die der Elemente der ersten Hauptgruppe.

à Erdalkalimetalle sind gute elektrische Leiter.

 

2.) Steckbrief (Eigenschaften und Verwendung)

 

Beryllium:

 

  • Beryllium ist ein weißes, hartes Leichtmetall mit einem silbrigen Glanz, das in nicht extrem reinen Zustand spröde ist.

  • Beim Vergleich der physikalischen Eigenschaften der Erdalkalimetalle mit den Alkalimetallen fällt auf, dass sie deutlich höhere Schmelz- und Siedetemperaturen und höhere Dichten aufweisen.

  • In seinem Verhalten ähnelt Beryllium dem Aluminium eher als den anderen Elementen seiner eigenen Gruppe.

  • So zeigt es eine große Stabilität gegenüber feuchter Luft, so dass sich hochglanzpolierte Flächen mit der Zeit praktisch nicht verändern.

  • Unter Normalbedingungen ist metallisches Beryllium reaktionsträge.

  • Unterhalb von 600°C tritt an der Luft keine Oxidation ein.

Verwendung:

  • Es wird Legierung zum Härten von Kupfer und Nickel verwendet. Bereits ein Zusatz von 2% erhöht die Festigkeit von Kupfer um das sechsfache.

Magnesium

  • Magnesium ist ein relativ weiches, silbrig-glänzendes Metall

  • Es ist sehr leicht und gut dehnbar.

  • Das Metall überzieht sich an Luft nach und nach mit einer grauen Oxidschicht, die es vor weiteren Reaktionen schützt.

  • Von kaltem Wasser wird es nur sehr langsam und von heißem etwas schneller angegriffen. - deutlich erkennbar, dass sich Wasserstoff entwickelt -> Indikator zeigt – Hydrooxid Ionen entstehen

  • Wird das Leichtmetall erhitzt, verbrennt es mit sehr heller, weißer Flamme, die nur schwer zu löschen ist.

  • Mit Säuren reagiert es unter Freisetzung von Wasserstoffgas; von Laugen wird es dagegen nicht angegriffen.

  • Magnesium ist ein recht guter elektrischer Leiter, wobei seine Leitfähigkeit nur etwa zu einem Drittel der von Kupfer entspricht.

Verwendung

  • Wegen seiner geringen Härte und Festigkeit hat reines Magnesium nur geringe technische Bedeutung.

  • Da es aber eine Oxidschicht bildet, die weitere Oxidation verhintert, wird es für den Flugzeugbau verwendet

  • So wird seine Reinform fast ausschließlich beim Herstellungsprozeß anderer Metalle - wie Uran, Zirkonium, Kupfer, Nickel, Chrom oder Titan - als Reduktionsmittel zur Bildung der entsprechenden Metallchloride eingesetzt.

  • Außerdem dient es wegen des sehr hellen Lichts bei seiner Verbrennung der Pyrotechnik als Zusatz in Feuerwerkskörpern, Leuchtkugeln und in Blitzlichtern.

Calcium

  • Calcium ist ein relativ weiches, silbrig glänzendes Metall, In seinem Härtegrad entspricht es dem Blei.

  • Das Leichtmetall überzieht sich an Luft nach und nach mit einer graublauen Oxidschicht, die es vor weiteren Reaktionen schützt.

  • Als feines Pulver neigt es zur Selbstentzündung und verbrennt mit ziegelroter Flamme.

  • In Verbindung mit Wasser wird es unter Freisetzung von Wasserstoffgas angegriffen.

  • Diese Reaktion verlangsamt sich aber relativ schnell, weil die entstehende Hydroxidschicht den Prozess behindert.

  • Seine elektrische Leitfähigkeit ist geringer als die von Magnesium und entspricht nur etwa zu 10% der von Kupfer

Verwendung:

  • Metallisches Calcium wird überwiegend als Legierungszusatz für Lagermetalle bzw. zum Härten von Blei verwendet.

  • Außerdem wird es als Reduktionsmittel zur Herstellung von Vanadium, Uran oder Thorium eingesetzt.

  • Von weit größerer, wirtschaftlicher Bedeutung als die metallische Form sind Calciumverbindungen.

  • Calciumoxid (Kalk) - ein wichtiger Grundstoff für die Bauindustrie

  • wird auch als basischer Zuschlag für die Metallurgie und die Glasindustrie eingesetzt

Strontium

  • Strontium ist weiches, verformbares, silbrig-weißes Metall.

  • An der Luft bildet es sofort eine dünne gelbliche Oxidschicht aus.

  • Als feinverteiltes Pulver neigt es zur Selbstentzündung.

  • Strontium reagiert mit Wasser und verdünnten Säuren sehr heftig unter Freisetzung von Wasserstoffgas.

  • In seinem chemischen Verhalten ähnelt es am ehesten Calcium.

Verwendung:

  • Metallische Form wird kaum gebraucht

  • Anders sieht es für seine Verbindungen aus: sie werden zum Färben von Gläsern, bei der Stahlhärtung oder in der Pyrotechnik eingesetzt.

Barium

  • Barium ist ein relativ weiches, silbrig-weißes Metall.

  • Die Härte des Metalls ist mit der von Blei vergleichbar.

  • In Gegenwart von Luft läuft es relativ schnell schwarzgrau an.

  • Mit Wasser reagiert es sehr heftig unter Bildung von Wasserstoffgas.

  • Es läßt sich recht leicht entzünden.

Verwendung:

  • Die Anwendung des reines Bariummetalls beschränkt sich auf wenige Spezialbereiche in der Metallurgie und bei Vakuumanlagen.

  • Anders sieht es für seine Verbindungen aus: Von technischer Bedeutung sind Bariumcarbonat und Bariumsulfat.

Radium

  • Radium ist ein radioaktives, weiches und silbrig-glänzendes Metall, das im Dunkeln leuchtet.

  • An Luft überzieht es sich sehr schnell mit einer grauen Nitridschicht und mit Wasser reagiert es heftig unter Freisetzung von Wasserstoffgas.

  • Wie alle Erdalkalimetalle tritt es nur mit der Oxidationszahl +2 auf. In seinen chemischen Eigenschaften steht es Barium sehr nahe.

  • Im menschlichen Körper kann es wie Strontium bei der Knochenbildung Calcium ersetzen.

  • Ist es einmal in die Knochensubstanz eingebaut, wirkt es dort als feste Strahlenquellen und kann Krebs erzeugen.

Verwendung:

  • Die Bedeutung von Radium ist im Gegensatz zu früher erheblich gesunken. Bis in die 50er Jahre wurde es in der Krebstherapie verwendet.

  • spielt es heute keine Rolle mehr, da es durch billigere oder weniger giftige Substanzen ersetzt wurde.

3. Reaktionen

  • Reaktionen von Calcium

An der Luft reagiert Calcium langsam mit Sauerstoff und Feuchtigkeit. Beim Erhitzen verbrennt es mit ziegelroter Flamme zu Calciumoxid.

2 Ca + O2 à 2 CaO ; exotherm

Calcium + Sauerstoff à Calciumoxid

Reaktion mit Wasser – Calcium reagiert mit Wasser zu Calciumhydroxid und Wasserstoff. Diese Reaktion verläuft deutlich langsamer als bei den Alkalimetallen. Sie ist auch weniger exotherm.

Ca + H2O à Ca(OH)2 + H2 ;exotherm

Calcium + Wasser à Calciumhydroxid + Wasserstoff

Calciumhydroxid besteht aus zweifach positiv geladenen Calciumionen (Ca²+) und einfach negativ geladenen Hydroxid – Ionen (OH-). Auf ein Calciumion entfallen 2 Hydroxidionen, die Verhältnisformel von Calciumhydroxid ist daher (Ca²+)1(OH-) 2 oder kurz Ca(OH)2