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Räuber- Beute - Beziehungen

Referenten: Thomas S. u. S. Wagner (höhö) Seite 1

Räuber- Beute - Beziehungen

Räuber - Beute - Beziehung: Die Abhängigkeit des Pantoffeltierchens von Bakterien ist eine

typische Räuber-Beute-Beziehung.

Als Räuber bezeichnet man die Organismen, die sich von den organischen Verbindungen ihrer getöteten Beute ernähren. Auch die Wechselwirkungen zwischen Pflanzenfresser und Pflanzennahrung zeigen ein Räuber – Beute – Verhältnis.

Abwehrmechanismen bei Pflanzen :

  1. passive Schutzeinrichtungen 48337smi78qfv4c

- durch Oberflächenform des Körpers (Dornen der Kakteen, Rosen )

- durch Abwehrstoffe (Brennhaare der Brennessel )

 

Die Brennhaare befinden sich auf der Blattunterseite. Ihr Köpfchen bricht bei der geringsten Berührung an der „Sollbruchstelle A“ ab, womit der „Zellinhalt B“, der auf der Haut einen Brennenden Schmerz erzeugt frei wird.

 

Manche Pflanzen enthalten eine für den Feind giftige oder ungenießbare Dosis an Verbindungen, die sie bei einem starken Schädlingsbefall erhöhen können.

Die Balsamtanne enthält ein Juvelierhormon. Dieses Hormon wirkt z.B. bei Larven, die diesen Baum oft befallen wie ein Jugendhormon ,das hat die Folge, dass sie sich nicht richtig entwickeln können und als Larve sterben.

  • durch Schutztrachten ( Die Blätter der „lebenden Steine“) mf337s8478qffv

lebende Steine Passionsblume mit Eierflecken

Lebende Steine kommen oft in trockenen Gebieten vor. Ihre dickfleischigen Blätter haben die Gestalt kantiger Steine.

 

Die „Passionsblume mit Eierflecken“ schaffte durch Veränderung ihres Aussehens zu verhindern, dass Schmetterlinge ihre Eier auf der Blume niederlassen . Schmetterlinge, die häufig diese Blume besuchen, denken nun, dass schon Eier abgelegt seien, und legen die eigene nun nicht mehr ab. Dadurch schützt sich die „Passionsblume m.E.“ vor Raupenfraß.

  1. aktive Gegenwehr

nicht vorhanden

Seite 2

Abwehrmechanismen bei Tieren :

  1. passive Schutzeinrichtungen

  • durch Oberflächenform des Körpers (Stacheln des Igels)

  • durch Abwehrstoffe (Gestank des Stinktieres, Geschmack des Monarchfalters )

  • durch Schutztrachten:

 

  1. Umgebungstrachten:

Tiere sind im äußeren Erscheinungsbild der Umwelt angepasst.

Beispiel:

- Schneehase => weiß

- Feldhase => braun

- Blattfisch und Charmäleon haben ein erhöhtes Tarnvermögen, weil sie sich Ortsunabhängig

ihrer Umgebung anpassen können.

 

  1. Nachahmungstrachten (Mimese):

Tiere ahmen leblose Gegenstände oder Pflanzen ihres Lebensraums nach.

Beispiel:

- das „Wandelnde Blatt“ ist eine Heuschreckenart, die sich bei Gefahr so auf einen Ast setzt, dass sie so

aussieht wie ein Blatt.

 

- Die Stabschrecke, die in Farbe und Haltung kleinen Ästen ähneln

Wandelndes Blatt Stabschrecke

 

  1. Warn und Schrecktrachten:

Wehrhafte oder ungenießbare Tiere haben eine besonders auffällige Tracht.

Fressfeinde können sich durch diese Auffälligkeit das Tier merken und lernen daraus, es nicht mehr angreifen.

 

- Die Wespe ist wehrhaft. => gelb/schwarz, eigene Form

- Der Marienkäfer ist ungenießbar. => rot/schwarz, eigene Form

- Das Abendpfauenauge ist ungenießbar. => besonderes Muster

 

 

Das Abendpfauenauge spreizt bei Gefahr seine Flügel und verjagt seine Feinde mit den großen Augenflecken.

 

Seite 3

  1. Scheinwarntrachten (Mimikry):

Wehrlose oder auch genießbare besitzen diese Scheinwarntrachten. Sie sind für ihren Fressfeind weder gefährlich noch ungenießbar, haben sich aber als Schutz dem Aussehen von gefährlichen oder ungenießbaren Tieren angepasst.

Durch dieses Erscheinungsbild denkt der Feind, dass Tier sei nicht geeignet und sucht sich eine andere Beute.

 

- Der Hornissenschwärmer ist harmlos, benutzt jedoch das Aussehen der Hornisse, um

als gefährlich gehalten zu werden.

 

- Einige wehrlose oder genießbare Insekten haben das Muster und die Form der Wespe

angenommen.

  1. aktive Gegenwehr

- kratzen

  • beißen

  • stechen

  • schlagen

  • u.s.w.

Allgemein gültige Regel:

Gegen unspeziefische Fressfeinde sind Pflanzen oft wirkungsvoll geschützt, nicht aber gegen Nahrungsspezialisten. So gibt es bezogen auf die Tiere z.B. auch Räuber, die sich darauf spezialisiert haben, scheinwarntrachtenbenutzende Tiere zu jagen.

Angriffsmechanismen bei Tieren :

Aggressive Mimik:

In diesem Fall verändert nicht die Beute ihr Erscheinungsbild, um nicht gefressen zu werden, sondern der Räuber verändert sein Aussehen. Durch das Nichtauffallen eines Fressfeindes

in der Umgebung läuft die Beute oft direkt zum Feind. So versteckt sich die Krabbenspinne mit ihrer Blütenähnlichen Zeichnung und der fast exakt selben Farbe der Blüte in dieser. Dort muss nun nur noch ein Insekt auftauchen, das zur Blüte will und Die Spinne hat ihre Beute.



r die Thesen rund um die BSE gibt.

2.) Was ist BSE?

Die Bovine Spongiforme Enzephalopathie ist eine tödliche Infektionskrankheit, die bei Rindern auftritt. Im Vergleich zu anderen Krankheiten hat sie noch einen sehr jungen Ursprung. In den Medien und im Volksmund ist diese Krankheit auch unter „Rinder-wahnsinn“ bekannt. Die Übersetzung ins deutsche kann „schwammartige Hirner-krankung bei Rindern“ lauten. Die mittlere Inkubationszeit dieser Krankheit beträgt 5 Jahre, allerdings liegt noch keine genaue Zahl vor, auf die man sich 100%-ig stützen könnte. Erste Anzeichen der Krankheit sind Verhaltensstörungen wie Aggressivität, Ängstlichkeit und motorische Störungen (bei Kühen auch „Rückgang der Milchleistung“). Die infizierten Tiere haben keine Behandlungs- (Impfungen) bzw. Heilungschance, so dass sie innerhalb weniger Monate sterben. Die Diagnose der BSE ist zur Zeit nur nach dem Tode des Rindes durch Entnahme einer Hirnprobe möglich. Übertragungen auf andere Individuen sind als sehr wahrscheinlich anzusehen, was an der Vielzahl der verwandten Krankheiten zu sehen ist [z.B. CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit), nvCJK (new variant of CJK), Kuru > beim Menschen; Scrapie > bei Schafen & Ziegen].

Nach heutigem Kenntnisstand sind Prionen (Def.: „Glycoproteine, die als Oberflächen-moleküle von Nervenzellen dienen und in entarteter Form infektiös wirken können, obwohl sie keine Nukleinsäure enthalten“) die Auslöser der BSE.

3.) Was sind die Erreger dieser heimtückischen Krankheit?

Mittlerweile gilt die Annahme, dass Prionen (Eiweiße) die Krankheitserreger sind, als sicher. Jedoch sind Prionen keine Krankheitserreger im klassischen Sinne, denn sie enthalten keine Nukleinsäuren, was bei „allen anderen bekannten infektiösen Krankheitserregern“ stets der Fall ist. Sie kommen in den äußeren Hüllen (Mem-branen) der Nervenzellen vor. Durch Mutationen des Gewebes werden die Prionen sehr hitzebeständig, aber auch gegenüber Chemikalien werden sie sehr widerstandsfähig (Proteasen können die Prionen nicht mehr abbauen). Sogar ein Überleben im Boden ist für sie über mehrere Jahre möglich. Die Mutationen (Auffaltungen) bilden Ablagerungen im Gehirn in einer Kettenreaktion, die schließlich zum Tode des Tieres führen. Die schwammartige Struktur des Gehirns folgt daraus, dass sich, zusätzlich zu den Ablagerungen, noch durch Anschwellen der Nervenzellen sichtbare Bläschen (Vakuolen) bilden. Diese Bläschen stehen in direkter Verbindung mit den „Flocken“ (Amyloid = eiweißartiger Stoff, der sich als Zeichen der Gewebeentartung im Binde-gewebe findet), doch die genaue Funktion ist noch nicht bekannt. Wie diese Mutationen allerdings im einzelnen vor sich gehen, ist bisher nicht bekannt. Die Anzahl der BSE-Erreger in den einzelnen Organen ist sehr unterschiedlich (s. Grafik).

Quelle: Spiegel 47/00 (20.11.00), S.295

Der amerikanische Neurologe Stanley Prusiner erhielt für seine Theorie der Prionenkrankheiten 1997 den Nobelpreis für Medizin.5

Die Isolation erkrankter Tiere ist wegen der langen Inkubationszeit und dem innerhalb des Krankheitsverlaufes späten Auftreten der typischen Symptome schwierig. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass es in den Rinderherden eine bisher unbekannte Zahl infizierter, aber noch nicht erkrankter Tiere gibt. So könnte man sich die, trotz umfang-reicher Notschlachtungen, immer wieder neu auftretenden Erkrankungsfälle bei Rindern erklären.

4.) Welche Übertragungswege sind zur Zeit am wahrscheinlichsten?

- in einer geschichtlichen Abfolge gesehen

Besonders hohe Erregerkonzentrationen wurden zunächst im Nervengewebe (Gehirn und Rückenmark) der infizierten Tiere entdeckt. Sie lagern sich jedoch auch stark in den Lymphorganen wie der Milz an (s. obige Grafik). Inzwischen wurden sie jedoch auch im Muskel und im Blut der kranken Tiere nachgewiesen, allerdings nicht in so hoher Konzentration wie in den anderen befallenen Körperteilen. Bisher galten diese Körperanteile als „nicht infektiös“, wie auch Haut, Haar und Milch. Als „gering infektiös“7 werden Leber, Lunge, Knochenmark und periphere Nerven eingestuft.

Als „Risikomaterial“ gilt auch das sogenannte Separatorenfleisch (Fleisch, dass an Rückenmark und Knochen haftet). Die Verarbeitung dieses Fleisches ist seit dem 01.10.00 laut EU-Beschluss verboten.7

Der erste BSE-Fall trat im November 1986 in Großbritannien auf. Schon damals galt die Annahme, dass Tiermehl der Hauptfaktor für die Übertragung der Rinderseuche ist. Seit 1972 wurde in Großbritannien die Wärmebehandlung der Schlachtabfälle bei der Tiermehlherstellung nur noch mit 80°C statt mit 130°C durchgeführt („aus Kostengründen“). Dadurch könnte der besonders hitzebeständige Erreger von an der Traberkrankheit (Scrapie) infizierten Schafen auf Rinder übertragen worden sein. In Deutschland wurde Tiermehl wie folgt behandelt: 133°C mit einem Druck von 3 bar, 20 Minuten. Auf Grund dieser „ausreichenden“ Maßnahmen wurde Deutschland auch immer als „BSE-frei“ oder „sicher“ bezeichnet. Der EU-Lenkungsausschuss hält diese Behandlung jedoch für nicht mehr ausreichend und empfiehlt deshalb folgende Behandlung: 140°C, 3,6 bar, 30 Minuten.

Dieses Drucksterilisationsverfahren soll Futtermittel aus Schlachtabfällen BSE-frei machen. Allerdings gibt es keine Beweise für diese Annahme, und deshalb ist sie „unwissenschaftlich, verharmlosend und gefährlich“. „Sogar nach einer Einäscherung bei 600°C erwiesen sich Prionen noch als infektiös.“10

Letztes Jahr wurden in Deutschland 2,7 Millionen Tonnen Schlachtabfälle zu 701.000 Tonnen Tiermehl und 310.000 Tonnen Tierfett verarbeitet. Seit 1994 ist der Einsatz des Tiermehls zur Fütterung der Wiederkäuer gesetzlich untersagt, und zwar in allen EU-Ländern. Seit dem 02.12.00 ist die Tiermehlfütterung völlig verboten. Von diesem Zeitpunkt an durften und dürfen die Bauern ihren Bestand nur noch auf der „Basis von pflanzlichen Eiweißstoffen“11 füttern. Hiermit sind u.a. Sojaschrot, Mais und Weizen gemeint. Doch eines haben diese Maßnahmen gemeinsam: Abzusehen, ob die Maß-nahmen gewirkt haben, ist erst im Jahre 2002, denn die 1999 geborenen Tiere erreichen das infektiöse Alter erst im kommenden Jahr, und darum ist auch die „Aufhebung des Exportverbotes von britischem Rindfleisch“11 im Jahre 1999 verfrüht gewesen.

Als weiterer Verursacher der BSE galt lange die Kälbermast mit Milchaustauschern, da angeblich tierische Fette gefunden wurden, die Prionen enthalten (SZ, 26.01.01). Doch diese Annahme wurde ein paar Tage später als „Falschinformation“ hingestellt und revidiert, dass keine tierischen Fette gefunden wurden, die Prionen enthalten (SZ, 31.01.01). Allerdings sind derartige Aussagen immer mit Sorgfalt zu vernehmen, da dieser Tage Nachrichten rund um die BSE gerne verschönt werden, um die Verbraucher zu „beruhigen“.

Eine weitere interessante These hat der englische Rinderfarmer Mark Purdey aufgestellt:

Er geht davon aus, dass die Rinderseuche BSE nicht durch Tiermehl auf andere Artgenossen und Säugetiere übertragen wird, sondern durch ein Schädlingsbekäm-pfungsmittel. In den Jahren zwischen 1985 und 1992 gebrauchten die britischen Bauern ein Pestizid namens Phosmet, um ihre Rinder von der lästigen Dasselfliege zu befreien. Dieses Pestizid ist hochgiftig, aber den Bauern „war der Einsatz gesetzlich vorgeschrieben“. Die Annahme, dass Pestizide der Auslöser der BSE sind, wird dadurch gestärkt, dass diese Mittel in den beiden meistbetroffensten Ländern angewandt wurden. In Großbritannien und in der Schweiz. In der Schweiz war es allerdings nicht das Phosmet, das Diskussionen auslöste, sondern das Mittel Neguvon. Untersuchungen des Londoner Instituts für Psychiatrie zufolge, beleben und verstärken diese Mittel die Prionenbildung auf den Nervenzellen.

Mark Purdey beobachtete bei BSE-erkrankten Rindern ähnliche Symptome wie bei einer Phosmet-Vergiftung: „Muskelzuckungen, generelle Unruhe, Depressionen, Paralyse“.12 Eine Erklärung dafür, dass nicht alle Rinder erkrankten wird so abgegeben: „Die Gift-Dosis und die zu überwindende Strecke durch die Fettschicht bis zum Nervensystem sind entscheidend“.

Weil es keine wissenschaftlichen Beweise für diese These gibt, bekommt man von den Ministerien in Deutschland nur Kommentare wie: „Wir beobachten das“12, zu hören; und niemand fühlt sich so recht überzeugt, sondern man hält an der „Tiermehl-These“ fest. Ich meine, bei diesem geringen Wissensstand, was die BSE angeht, sollte man alle Thesen verfolgen, in alle Richtungen forschen, damit es baldmöglichst eine breit-bandige Aufklärung gibt und die eindeutigen Erreger und Ursachen der BSE gefunden werden, um den bestmöglichsten Schutz gewährleisten zu können. Es sollte sich nicht nur an ein bestimmtes Faktum geklammert werden!

Die Anzahl der infizierten Rinder in Europa wird auf über 182.000 geschätzt (Stand: 26.02.01); davon stammen 99% der Fälle aus Großbritannien. Weitere betroffene Staaten sind Irland, Schweiz, Portugal, Frankreich usw..

Seit dem 24.11.00 ist auch Deutschland kein offiziell BSE-freies Land mehr. Der erste Fall wurde in Hörsten (Schleswig-Holstein) diagnostiziert. Seitdem wurden 37 weitere Fälle gezählt (Stand: 26.02.01)14. Am stärksten betroffen ist der Freistaat Bayern mit nunmehr 17 positiv getesteten Tieren. Schon im April letzten Jahres gab es Befürch-tungen, dass die Bundesrepublik Deutschland bald ihren ersten BSE-Fall erleben wird.

„Es bestand einhellig die Meinung, dass von politischer Seite Vorbereitungen für den ersten Fall von einheimischer BSE in Deutschland getroffen werden sollten.“

Schon 1996 wurden Aufforderungen zum Handeln gegenüber der BSE-Krise auf die lange Bank geschoben, Zuständigkeiten weitergegeben und Warnungen missachtet! Deutsche Produkte (z.B. Wurst) wurde voreilig als „sicher“ bezeichnet und mussten schließlich sogar in eiligen Rückholaktionen aus dem Ausland wiederbeschafft werden (Dez. 2000). Und schließlich mussten Mitte 1999 Fehler und Probleme bei der Überwachung des Tiermehlverfütterungsverbot eingestanden werden: „In einem ersten Untersuchungs-durchgang konnten in etwa der Hälfte der Proben mikroskopische Knochenfragmente nachgewiesen werden“. Der Hinweis an die Futtermittelindustrie, nur der Verzicht auf das riskante Tiermehl könne sauberes Futter garantieren, wurde offensichtlich ignoriert. Und eine Reinigung der Produktionsanlagen, die Futterver-mischungen vermieden hätten, wurde den Unternehmen freigestellt.

5.) Gibt es eine Gefährdung für den Menschen?

„Das britische Gesundheitsministerium hält in seiner jüngsten Stellungnahme einen Zusammenhang zwischen der als „Rinderwahnsinn“ bezeichneten Bovinen Spongi-formen Enzephalopathie (BSE) und der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit des Menschen für wahrscheinlich.“

Schon 1993 gab es in einer wissenschaftlichen Stellungnahme zu lesen, dass „die Übertragung der Krankheit unter geeigneten Bedingungen auch auf den Menschen möglich sei.“17 Diese Annahme stützte sich darauf, dass Katzen durch Futter wahr-scheinlich infiziert wurden. Da diese Tierfamilie „entwicklungsgeschichtlich weit von den Rindern entfernt“17 ist, wäre Vergleichbares für den Menschen auch denkbar.

Die Infektion des Menschen kann über Produkte erfolgen, die Rinderteile enthalten, dabei sind am ehesten Innereien wie Leber, Milz, Gehirn, Zunge etc. gemeint.

Die folgende Aufstellung der Produkte zeigt größere und kleinere Risikofaktoren der Infektion:

Rindfleisch Nach heutigen Erkenntnissen sind, wie gesagt, die infektiösen Prionen vor allem in Innereien zu finden. Das Muskelfleisch ist mit sehr wenigen Prionen befallen, doch eine Infektion hierüber ist nicht auszuschließen, denn beim Schlacht-vorgang werden die Rinderkadaver mit einem Schnitt längs der Wirbelsäule durchtrennt. Bei diesem Vorgang werden Lymphflüssigkeiten freigesetzt, die sich über das gesamte Rind ergießen. Da diese Lymphflüssigkeiten Prionen enthalten, werden diese anschließend auch im Muskelfleisch zu finden sein, und damit erreicht das Muskelfleisch auch den infektiösen Status. Endgültig bewiesen ist derzeit jedoch nichts.

Milch Alle bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Milch und Milch-produkte, die ohne Gelatine hergestellt werden, wie Käse und Joghurt, als sicher anzu-sehen sind. Doch alles ist bisher fadenscheinig bewiesen.

Gelatine Die Gelatine wird aus tierischem Bindegewebe gewonnen; etwas präziser, aus dem darin enthaltenen Kollagen, ein Eiweißstoff. Die Verarbeitung dieses Stoffes erfolgt sowohl in der Speiseherstellung als auch in der Pharmazie. Fotogelatine wird weitestgehend aus Schweineschwarten hergestellt.

Lebensmittel wie Joghurt, viele Fertigsüßspeisen (z. B. Pudding) und Weingummi enthalten Gelatine. Medikamente enthalten teilweise auch Rinderbestandteile. Doch 90% der Gelatine wird in Deutschland aus Schweineknochen gewonnen. Gelatineprodukte von Rinderherkunft sind größtenteils für den Export in islamische Länder (Schweinefleischverbot) bestimmt.

Arzneimittel Bestimmte Teile von Arzneimitteln werden in Verbindung mit Gelatine hergestellt, wie z. B. deren Kapseln. Doch Präparate können auch direkt aus Rinderorganen gewonnen werden. Das bekannteste Medikament ist zweifelsohne das Insulin, das einigen Millionen Menschen das Leben ermöglicht, weil sie an der Diabetes erkrankt sind. Einige Impfstoffe, z.B. gegen Kinderlähmung oder Röteln, werden auf Zellkulturen gezüchtet, deren Nährflüssigkeit Kälberserum enthält. Seit einigen Jahren werden jedoch nur noch Kälberseren von Tieren aus BSE-freien Ländern verwendet.

Kosmetika Einige Kosmetika, vor allem Antifaltencremes und Lippenstifte, können Rinderbestandteile enthalten. Eine Übertragung durch die Haut ist allerdings extrem unwahrscheinlich.

Wurstwaren In Deutschland wird dem Verbraucher ein Riesensortiment von unterschiedlichsten Wurstwaren geboten: Bratwurst, Bockwurst, Zervelatwurst, Salami, Weißwurst, Mettwurst etc.. Niemand kann bei dieser Vielzahl direkt sagen, ob Rinderbestandteile in der Wurst enthalten sind, denn diese sind oft nicht deklariert, da es den Herstellern nicht vom Gesetz vorgeschrieben ist. Die Kennzeichnung der Produkte liegt beim Hersteller und auch wie er die Inhalte auf der Verpackung definiert.

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