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Die Entscheidung des sp“teren Geschlechts

Die Entscheidung des sp“teren Geschlechts

Im dritten Monat der Schwangerschaft entscheidet sich, welches

Geschlecht das entstehende Kind haben wird. Bis vor dem 3. Monat

werden alle Organe auf zwittrigkeit ausgebildet. Ab dann wirken

die Chromosomen auf die Keimdrsen ein. Dabei wirkt das 41263mnd73opv3h

Y-Chromosom auf das Mark der Keimdrsen und das X-Chromosom auf

deren Rinde ein. Diese beginnen dann mit der Produktion von

Hormonen. Die Hormone steuern ab diesem Zeitpunkt s“mtliche

Entwicklungen des m“nnlichen bzw. weiblichen Aussehens. np263m1473oppv

Ein Zwitter entsteht nur in seltenen F“llen und dann dadurch,

daá nicht das Y-Chromosom, sondern das X-Chromosom dominant ist,

oder wenn beide Chromosomen gleich stark sind.

Vor vielen Jahren, als bei Sportveranstaltungen der sogenannte

Sex-Test noch nicht gemacht wurde, bemerkte man ab und zu

Sportlerinnen, die wesentlich h”here Leistungen erbrachten, wie

ihre weiblichen Mitstreiter. Im Laufe der Zeit wurde man

Miátrauisch und versuchte dem auf den Grund zu gehen. Man

stellte fest, daá diese Frauen alle weiblichen Merkmale besaáen

aber ein weiteres m“nnliches Y-Chromosom besaáen, was bewirkte,

daá es unter anderem die Sauerstoffzufuhr besser ausgepregt war.

Im Sex-Test wird festgestellt, z.B. von einer Haarprobe, ob

dieses Y-Chromosom vorhanden ist. Befindet sich im Zellkern ein

kleines Pnktchen (sichtbar durch F“rbung), so geht man davon

aus, daá dieses ein stillgelegtes X-Chromosom ist und dadurch

keine berdurchschnittlichen Leistungen, durch St”rung des

Chromosomensystems vorliegen. Ein stillgelegtes Chromosom

bezeichnet man als Barrk”rperchen.

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zt für zahlreichen Nachwuchs und langsam weitete sich die Population aus und begann die Therapsiden zu verdrängen. Die angestammten Lebensräume der Therapsiden gingen immer weiter in die der Reptilien über und die Therapsiden mußten sich zurückziehen.

Die eigentliche Rasse, die die Therapsiden verdrängte, war die Fortschrittliche Art der Thecodonten. Diese Diapsiden waren hervorragend an die veränderten Umweltbedingungen angepaßt und verdrängten die Therapsiden schnell von ihren Plätzen. Zu den Thecodonten gehörten hochspezialisierte Gruppen von Archosauriern. Diese lassen sich in vier Kategorien einteilen: Proterosuchia, Aetosauria, Parasuchia und Pseudosuchia.

Die einzelnen Vertreter der vier Gruppen hatten zwar eigene Spezialisierungen, jedoch besaßen sie eine ähnliche Physiologie, was dazu führte daß leichte Unterschiede es ihnen ermöglichten weite Teile der damaligen Kontinente zu nutzen.

Die ersten Archosaurier waren Proterosuchia - das bedeutet sie hatten seitlich abgespreizte Extremitäten und ihnen fehlte die knöcherne Panzerung entlang des Rückens. Im großen und ganzen dürften sie unseren heutigen Krokodilen recht ähnlich gewesen sein. Ihre Beine erlaubten ihnen wohl nur eine sehr eingeschränkte Fortbewegung auf dem Festland und sie zogen daher eine aquatische Lebensweise vor. Die ersten Vertreter waren ca. 1 bis 2 Meter lang obwohl es auch Arten mit bis zu 5 Metern gab.

Die Aetosauria und den Parasauria sind erst in der Trias bekannt, könnten jedoch auch schon früher gelebt haben. Bei einigen Arten bildeten sich starke Knochenpanzer die den ganzen Körper einhüllten und eher zur passiven Verteidigung gut waren. Diese Arten, wie Typothorax, waren herbivor und hatten alle Kennzeichen der carnivoren Thecodonten abgelegt. Sie starben jedoch alle gegen Ende der Trias aus. Auch die Parasuchia starben gegen Ende der Trias aus, jedoch wirft ihr Aussterben weit mehr Rätsel auf. Die Parasuchia waren Carnivoren mit einem ähnlichen Körperbau unserer heutigen Krokodile. Sie wurden von einer Art abgelöst die ihre Lebensweise imitierte und langsam ihren Lebensraum übernahm - von den Vorgängern unserer Krokodile. Warum die gleichgestalteten Parasuchia dieser Konkurrenz nicht standhielten ist bis heute ungeklärt.

Die vierte Gruppe, die Pseudosuchia, hatte bereits viele unterschiedliche Lebensformen hervorgebracht, von denen jedoch die meisten am Ende der Trias ausstarben. Die überlebenden Arten waren die Vorfahren unserer Krokodile und Vögel sowie der Pterosaurier und Dinosaurier.

Eupakeria, ein früher carnivorer Vertreter der Pseudosuchia, hatte bereits eine sehr interessante Fortbewegungsart entwickelt. Im Lauf legte er die etwas kleineren Vorderbeine flach an den Körper an und bewegte sich allein durch die kraftvollen Hinterbeine fort. Dadurch sparte er Sauerstoff und ermüdete nicht so schnell wie ein quadrupedes Lebewesen.

Der wahrscheinlichste Vorfahre der Dinosaurier war der Pseudosuchier Lagosuchus, der bereits viele Wesensmerkmale der Dinosaurier besaß. Lagosuchus war, wie Eupakeria, kein Vierbeiner mehr sondern hatte schon Tendenzen zur Zweibeinigkeit. Schon seit langem teilt man die Dinosaurier in zwei Unterkategorien ein: die Saurischier mit einem reptilienartigen Becken und die Ornithischier mit einem vogelartigen Becken. Ursprünglich war man der Ansicht die Ornithischier hätten sich aus den Saurischia gebildet, jedoch ist wahrscheinlicher daß sie unabhängig voneinander entstanden und mehr als nur einen gemeinsamen Vorfahren besitzen. So spielen mindestens drei Lagosuchidae-Abkömmlinge eine Rolle im Entstehen dieser beiden Unterarten. Die Lagosuchidae könnten, aufgrund ihrer geringen Größe (40 cm lang) leicht verschiedene ökologische Nischen besiedelt haben. So entstanden terrestrische Arten, aber auch arboreale und semiaquatische. Mit diesen Unterschiedlichen Verhaltensmustern konnte Lagosuchus die Wurzel zum Stammbaum der Dinosaurier gelegt haben.

Der erste wirkliche Dinosaurier war Staurikosaurus, ein Nachfahre von Lagosuchus. Er entstand vor ca. 200 Millionen Jahren in der mittleren Trias. Staurikosaurus war ein recht großes Tier von mehr als zwei Metern Länge. Seine Kiefer weisen auf eine carnivore Lebensweise hin und sein Skelett läßt eine eindeutige zweibeinige Fortbewegung erkennen.

Eine weitere Variante der bipeden Haltung bilden die Rauisuchier. Sie stellten die größten Dinosaurier der letzten Triashälfte dar; kleine, bullige Vierbeiner die jedoch auch problemlos auf zwei Beinen laufen konnten.

Auch die Ornithosuchier stellten, wie die Rauisuchier, eine quadrupede Gruppe von Carnivoren. Sie erreichten ungefähr die doppelte Größe der Rauisuchier, ca. 4 Meter, breiteten sich jedoch nicht so weit aus wie diese. Gegen Ende der Trias starben jedoch beide Gruppen zugunsten der bipeden Saurier aus. Möglicherweise waren die kürzeren Vorderbeine vorteilhafter und führten deshalb zu einer produktiveren Entwicklung.

Gegen Ende der Trias gab es eine große Welle des Aussterbens unter allen auf der Erde vertretenen Arten - sowohl Thecodonten als auch Therapsiden und Amphibien. Es kam zu Veränderungen in der Pflanzenwelt und viele altbekannte Pflanzen mußten neuen Platz machen. Doch in dieser Zeit betrat ein neues Lebewesen den Plan - ein kleiner unscheinbarer Dinosaurer, Pisanosaurus, der sich wie die Sporen der Pflanzen sehr schnell über den ganzen Erdball verbreitete. Er bildete den Ursprung der Ornithischier.

Einzigartig an Pisanosaurus war wohl der neuartige Kieferbau dieses kleinen Pflanzenfressers. Die Abnutzung an den Zähnen läßt eindeutig auf einen Kontakt zwischen Ober- und Unterkiefer schließen. Pisanosaurus war somit der erste Saurier, der seine Nahrung zermahlen und somit schon aktiv vorverdauen konnte. Die meisten Ornithischier verdanken ihren Erfolg sicher auch dieser neuen Errungenschaft.

Ähnliche Verwandte des Pisanosaurus waren die Fabrosaurier, eine Gruppe Ornithischier die zur gleichen Zeit mit ihm lebte. Einige dieser Fabrosaurier hielten sich bis hinein ins Jura und manche, wenige überdauerten das gesamte Mesozoikum. Ein Unterschied zu Pisanosaurus war, daß bei den Fabrosauriern die Ober- und Unterkiefer nicht so stark aufeinander rieben und sich somit nicht so stark abnutzten. Bei den Fabrosauriern waren auch die Hinterbeine bereits weit länger als die Vorderbeine was auf eine primär bipede Fortbewegung schließen läßt.

Die carnivoren Saurischier verdrängten bald die Thecodonten und übernahmen die Hauptmasse an Fleischfresser. Der am besten belegte ist Coelophysis, ein Coelurosaurier mit langem Hals und kleinem Kopf. Dagegen standen die Carnosaurier mit kurzem Hals und erheblich kräftigerem Körperbau.

Coelophysis erreichte ca. 2,5 bis 3 Meter Länge und war dabei nur 1 Meter hoch. Er hatte einen bipeden Gang und seine zurückgebildeten Vorderbeine spielten nur eine geringe Rolle in der Fortbewegung. Das Skelett des Sauriers war an vielen Stellen hohl und von Luftkammern durchzogen, was ihm auch seinen Namen gab: Coelophysis - „Hohle Gestalt“. Durch große Funde von mehreren hunderten Skeletten läßt sich darauf schließen, daß Coelophysis ein Herdentier war. Aber was veranlaßte Fleischfresser in einer Herde zu leben? Bei Herbivoren war die Herde ein Schutz aber bei Carnivoren konnte es leicht zu Kannibalismus kommen.

Andere Dinosaurier, die einen langen Hals ausbildeten waren die Prosauropoden. Diese Saurischier waren jedoch keinen reinen Fleischfresser sondern ernährten sich allenfalls omnivor (jedoch wechselten sie immer mehr zu ausschließlich pflanzlicher Nahrung). Im Unterschied zu den Carnosauriern und Coelurosauriern hatten die Prosauropoden einen eindeutig quadrupeden Gang. Sie konnten sich vielleicht zeitweilig auf die Hinterbeine aufrichten, jedoch mußten die Vorderbeine einen Teil des Körpergewichts bei der Fortbewegung tragen. Man kann die Prosauropoden nach ihrem Körperbau in vier Klassen einteilen: Plateosaurier, Anchisaurier, Melanosaurier und Yunnanosaurier. Die Plateosaurier repräsentierten die primitivste Art. Sie waren jedoch auch die Größten (bis 8 Meter). Das Gebiß von Plateosaurus erinnert entfernt an das von Coelophysis, jedoch befanden sich seine Zähne bereits im Übergangsstadium zum Pflanzenfresser. Anchisaurus besaß weniger Zähne als Plateosaurus. Seine Zähne waren auch nicht gegenseitig abgeschliffen. Die Melanosaurier waren die größten Vertreter der Prosauropoden, jedoch sind weder Schädel noch Kiefer erhalten. Yunnanosaurus zuguterletzt hatte eine sehr fortschrittliche Bezahnung. Seine Ober- und Unterkiefer waren so gegeneinander ausgerichtet, daß sie sich jeweils gegenseitig nachschärften. Diese Kieferart entsprach auch der, der riesigen Sauropoden des Jura und der Kreide. Jedoch konnten die Prosauropoden ihre Nahrung nur zerkleinern und nicht zermahlen. Zur Verdauung schluckten sie Steine, sogenannte Gastrolithen, die im Magen aneinanderrieben und die Nahrung weiter zerrieben. Der lange Hals der Prosauropoden war wahrscheinlich nicht dazu gedacht höhere Pflanzen zu erreichen sondern eher zur Hitzeregulierung. Daß Blut wurde somit auf dem Weg zum Gehirn abgekühlt und es bestand weniger Gefahr eines Hitzschlages. Schon die Form der Wirbel ließ eine vertikale Ausrichtung des Halses nicht zu sondern allenfalls eine horizontale. Nur wenn sich die Prosauropoden auf die Hinterbeine und den Schwanz gestützt hätten, hätten sie wirklich hohe Pflanzen erreicht. Das hätte aber wiederum zu einer schweren Schädigung führen können, da die inneren Organe aufeinander gepreßt worden wären. 

Die Zeit der Riesen - der Jura

Die Prosauropoden stellten nur eine Übergangsform zu den wahren Riesen dar. Die Sauropoden des Jura waren die größten Landtiere die jemals auf der Erde gelebt hatten. Diese Riesen waren jedoch nicht die einzigen Lebewesen des Jura. Ihre Spanne reichte von winzigen Lebewesen bis zu den gewaltigen Titanen. Das half den Dinosauriern die Welt zu erobern.

Es entstanden Gruppen von Coelurosauriern mit Knochenkämmen wie Dilophosaurus. Er erreichte eine Länge von 6 Metern, hatte jedoch ein schwächer gebautes Becken als Coelophysis. Ein Grund könnte eine stärker aquatische Lebensweise gewesen sein, jedoch waren seine Hinterbeine gut für eine bipede Fortbewegung geeignet. Sein auffälligstes Merkmal waren zwei hohle Knochenkämme am Kopf. Ihre Bedeutung ist noch ungeklärt doch waren sie aufgrund ihrer zerbrechlichen Form sicher nicht zum Schutz gedacht. Möglicherweise dienten sie als Imponierorgan für Männchen die Weibchen anzulocken versuchten.

Viele Fabrosaurier blieben verhältnismäßig klein wie z.B. Scutellosaurus jedoch gab es auch größere Verwandte wie Scelidosaurus, einen gepanzerten Ornithischier von ca. 4 Metern Länge. Doch gibt Scelidosaurus mehr Fragen auf als man Antworten erhielt. So ist unklar wo sein ursprünglicher Lebensraum lag, da sein Skelett zusammen mit denen von Plesiosauriern und Ichtiosauriern gefunden worden war. Somit wird angenommen daß der tote Körper des Tieres von einem Fluß dorthin getragen worden war. Auch ist man sich noch im Unklaren ob seine Nachfahren die Stegosaurier mit ihren Knochenkämmen waren oder eher die Ankylosaurier mit ihren Knotigen Panzerplatten.

Die bekanntesten Vertreter des Jura waren jedoch die gewaltigen Sauropoden aus der Gruppe der Cetiosaurier. Im allgemeinen läßt sich sagen daß alle Arten, auch Coelurosaurier und Theropoden, im Jura an Größe zunahmen, jedoch bei den Sauropoden läßt es sich am deutlichsten zeigen. Die Cetiosaurier bestehen aus zwei Gruppen, deren auffälligstes Unterscheidungsmerkmal der Bau des Rückgrats ist. Es bestand aus Wirbelbögen und Dornfortsätzen die mit dem Wirbelkörper verbunden waren.

Ein Beispiel hierfür ist Cetiosaurus aus Nordamerika, aber auch in allen anderen Erdteilen gab es zu dieser Zeit ähnliche Sauropoden. Diese Cetiosaurier trugen ihren Hals wahrscheinlich bei der Fortbewegung (aufgrund des Wirbelbaus) waagrecht vorgestreckt. Beim chinesischen Shunosaurus gab es eine ausgebildete Schwanzkeule mit der er wahrscheinlich Angreifer abzuwehren imstande war. Dies ist der erste greifbare Beweis, daß die Sauropoden tatsächlich (wie angenommen) ihren Schwanz als Waffe einsetzten. Wahrscheinlich lebten die Cetiosaurier in Herden die einen gewissen kollektiven Schutz boten, die Saurier aber dennoch nicht unangreifbar machte.

Auch entstanden zu dieser Zeit die Vorfahren der Stegosaurier - Fabrosaurier mit Hornplatten oder Stacheln am Rücken. Der urtümlichste Vertreter dieser Rasse ist Huayangosaurus, der in einer Fossiliengrube in China entdeckt worden war.

Mit Brachiosaurus und Barosaurus fand man die ersten wirklich gewaltigen Sauropoden. Nun stellte sich die Frage: waren diese Riesen fähig ihren Hals vertikal in die Höhe zu recken? Bei Brachiosaurus ist es sehr wahrscheinlich. Seine Vorderbeine wahren um einiges länger als die Hinterbeine und der Hals hatte eine enorme Länge (bis 10 Meter). Seine Nasenöffnungen waren an einer hohen Stelle des Schädels und seine Zähne weisen ein primitives spatelförmiges Muster auf. Die gewaltigen Sauropoden hatten an den Halswirbeln dornartige Fortsätze an denen Bänder und Muskeln ansetzen konnten. Brachiosaurus hatte jedoch, im Gegensatz zu Barosaurus an den Halswirbeln nur einen Dornfortsatz, wohingegen Barosaurus bei den unteren Wirbeln zwei hatte. Dennoch hatte Brachiosaurus den längeren Hals. Brachiosaurus konnte deshalb wahrscheinlich leichter das große Gewicht des Halses aufrichten, wohingegen die zwei Dornfortsätze des Barosaurus im eine Abwärtsbewegung des Halses gestatteten.

Man kann bei den Sauropoden zwei Gruppen aufgrund ihrer Zähne und Nasen erkennen. Diese beiden Merkmale können leicht in Zusammenhang gebracht werden. Es treten immer spatelförmige Zähne in Zusammenhang mit großen Nasenöffnungen und stiftförmige Zähne mit hoch am Kopf angeordneten Nasenöffnungen auf.

Hoch angeordnete Nasenöffnungen, so wurde früher geglaubt, dienten den Sauropoden um sich in einem aquatischen Lebensraum zu verbergen. Heute ist man sicher, daß die Lungen der Sauropoden dem Druck in solchen Tiefen nie standgehalten hätten. Vielmehr hält man sie heute für rein terrestrische Tiere.

Die Arten mit den stiftförmigen Zähnen, so nimmt man heute an, wahren vorwiegend bodenweidende Tiere, die den Hals nur selten in die Luft erhoben. Hingegen Tiere mit Spatelzähnen wahren für die härtere Vegetation in den Baumwipfeln angepaßt.

Die zweite größere Rasse an herbivoren Dinosauriern des Jura bildeten, zusätzlich zu den Sauropoden, die Stegosaurier aus der Gattung der Fabrosaurier. Diese Pflanzenfresser hatten als besonderes Merkmal große Platten oder Stacheln entlang der Wirbelsäule oder manchmal auch an den Seiten zur Verteidigung gegen Raubsaurier. Diese Platten oder Dornen standen weder zu den Wirbeln noch zu anderen Knochen in direkter Verbindung, sondern waren tief in die Haut eingebettet. Dadurch ist es auch den Paläontologen unmöglich die genaue Anordnung dieser Vortsätze zu bestimmen da sie meist nicht in der natürlichen Lage blieben, sondern bei der Verwesung verteilt wurden. So gab es im Laufe der Zeit die verschiedensten Theorien zur Anordnung, ja, sogar eine flach anliegende Panzerschichte stand zur Diskussion. Doch all diese Überlegungen beruhten auf reinen Vermutungen. Gegen Ende des 19. Jh. fand man ein recht gut erhaltenes Stegosaurierskelett, bei dem sich auch die Panzerplatten noch einigermaßen in ihrer ursprünglichen Lage befanden - nämlich längs des Rückgrats. Dieser Stegosaurus stenops beeinflußte daher auch stark die Deutung der Platten. Es standen jetzt zwei Möglichkeiten zur Auswahl: die eine war eine Doppelreihe mit paarweise angeordneten Platten, die andere eine einzelne Reihe mit versetzt liegenden Platten. Bis heute gibt es keine sicheren Beweise welche Theorie zutrifft und welche nicht.

Die Funktion der Platten ist ebenso ungeklärt wie ihre Anordnung. Man nimmt jedoch an, daß die Platten der Stegosaurier mehr als nur eine Funktion gehabt hatten. Sie wurden somit sowohl zur Verteidigung eingesetzt als auch möglicherweise zur Thermoregulierung des Körpers. Auch für das Imponiergehabe der Saurier könnten sie genützt haben.

Eine dritte Art von Herbivoren hatten weder eine ungeheure Größe erreicht, noch schützten sie ihren Körper mit Panzern oder Schuppen. Die, von Hypsilophodon abstammende Art, hatte die Entwicklung der Mahlzähne fortgesetzt und verfeinert. Daß erklärt wahrscheinlich auch ihre weite Verbreitung, trotz dem Fehlen guter Verteidigungswaffen.

Die beiden Arten von Jägern die sich mit der Zeit bildeten lassen sich in Coelurosaurier und Carnosaurier unterteilen. Die Coelurosaurier blieben immer leicht gebaut und relativ klein, hingegen waren die Carnosaurier wuchtiger und größer. Die Coelurosaurier hatten eine rein bipede Fortbewegungsart und ihre Arme bildeten sich zu richtigen Greifhänden aus (wie beispielsweise bei Ornitholestes), bei den Carnosauriern jedoch bildeten sich die Vorderextremitäten weit zurück (wie bei Allosaurus). Die Carnosaurier sind weit besser dokumentiert als die Coelurosaurier, da es bei weitem mehr Skelettfund dieser Art gibt, die Aufschluß über diese Räuber geben können. Es gab weit mehr Arten als bei Coelurosauriern. Der gewaltigste Jäger des Jura war hierbei der Carnosaurier Allosaurus der eine Länge von 6 bis 7 Metern erreichte. Nichts im Verhältnis zu den Sauropoden, jedoch riesig im Verhältnis zu seinen Artgenossen, sowohl Carnosauriern als auch Coelurosauriern. Jedoch wurden auch Fragmente von einem Riesen unter den Räubern gefunden der gewaltige 14 Meter maß. Die Knochen des Epanterias hielt man ursprünglich für einen Sauropoden, jedoch war er in Wirklichkeit ein, dem Allosaurus verwandter, Räuber des späten Jura. Auch kam es bei diesen Räubern immer mehr zu einer Rückbildung der Fingerzahl an den Vordergliedern. So hatte Allosaurus nur mehr drei Finger, während bei einem seiner Vorfahren, Ceratosaurus, noch der Ansatz des vierten Fingers vorhanden war. Mit dem Zurückbilden der Vorderglieder kam es also auch zu einer Reduktion der Finger.

Eine spezielle Saurierart bilden die Pterosaurier, die mit ihren lederartigen Schwingen die Luft eroberten. Ursprünglich als Vorfahren der Vögel bezeichnet fanden sich jedoch keine wirklichen Verbindungen zwischen diesen Arten und die Pterosaurier endeten, wie viele andere Arten auch, in einem ausgestorbenen Ast.

Nur bei einer Saurierart ist man sich im unklaren, wozu man sie nun zählen sollte - zu den Sauriern oder zu den Vögeln. Archaeopteryx vereinte in seinem kleinen Körper sowohl Merkmale von Reptilien, als auch von Vögeln. Sein eindeutig reptilienartiger Kopf war noch mit kleinen spitzen Zähnen ausgestattet, wohingegen seine Flügel aus Federn bestanden. Bis vielleicht auf Protoavis aus dem Trias ist Archaeopteryx der früheste bekannte Vogel. Warum er keine Hohlknochen und keinen Luftsack wie die heutigen Vögel besaß ist noch ungeklärt. So könnte man Archaeopteryx ehre als geflügelten Dinosaurier ansehen, da sein Knochenbau eindeutig der eines Theropoden war. Ein früher gefundenes Skelett, bei dem keine Federn erhalten geblieben waren, war sogar als Compsognatus bezeichnet worden, welcher ein kleiner Raubsaurier aus der Gruppe der Coelurosaurier war.

Das Ende der Riesenechsen - die Kreide

Durch die Drift der Kontinente waren die Verbindungen die in den anderen Zeitaltern geherrscht hatten unterbrochen und die Dinosaurier nahmen unterschiedliche Entwicklungswege. Die Temperatur erreichte in der Kreide einen Höhepunkt der später nie mehr erreicht wurde, gegen Ende der Kreide kam es jedoch zu einem gewaltigen Temperatursturz, der gleichzeitig das Ende des Mesozoikums und damit das Ende der Dinosaurier kennzeichnete. Das Klima in der Kreide war ideal für kaltblütige Reptilien (zu denen man die Dinosaurier nach wie vor zählt) und wurde auch durch, von ihnen unabhängige, Reptilien bestätigt. So fand man gewaltige Krokodile mit Längen bis zu 15 Metern und Schildkröten mit immensen Ausmaßen.

Mit dem Beginn der Kreide war auch das Ende der gewaltigen Sauropoden gekommen, die sich im Jura so hervorragend durchsetzen konnten. Die letzten Sauropoden der Kreide werden hauptsächlich durch Pleurocoelus beschrieben, von dem viele Skelettfunde gemacht wurden. Seine Größe variierte zwischen relativ klein bis sehr groß.

Die Sauropoden wurden von den Iguanodonten als dominierende Herbivoren abgelöst. Diese Tiere waren Onithopoden die aus der Linie des Camptosaurus entwickelt hatten, einem Pflanzenfresser, der die Entwicklung der Mahlzähne vorangetrieben hatte. Iguanodon war der am weitesten verbreitete Vertreter der Rasse, der ihr auch gleichzeitig ihren Namen gab. Er trug seinen Körper hauptsächlich aufrecht, obwohl er auch manchmal seine Vorderbeine zur Unterstützung nahm. Sein Kopf saß auf einem recht kurzen Hals und war mit einem zusätzlichen Schnabel ausgestattet um ausgewählte Pflanzen abreißen zu können. Seine Vorderbeine hatten einen deplazierten Daumen, der nach innen gebogen werden konnte und möglicherweise als Greiforgan diente. In der normalen Daumenposition befand sich ein kegelförmiger Dorn, der als Verteidungswaffe oder auch zur Nahrungsaufnahme dienen konnte. S