u>Bildhauerkunst, Mosaike, keine Malerei;
4) Literatur: praktisch nichts, alles von den Griechen übernommen, ev. Volkstheater, aber Geschichtschreibung, röm. Recht u. pol. Reden.
5) Wissenschaften: Neuer Kalender: Julianischer Kalender (bis 1582)
Städtewesen, Kanalsysteme, Straßenbeleuchtung etc.
geschätztes Straßennetz: 780.000 km.
Österreich zur Römerzeit:
Um110 v. Chr. beginnen die Kämpfe der Germanen mit den Römern. Es kamen 2 Stämme, die Kimbern und die Teutonen. Das Gebiet südlich der Donau wurde als Pufferzone gegen die Germanen verwendet.
Augustus: 31 v. Chr. - 14 n.Chr.
16,15,14 v. Chr. : TIBERIUS, DRUSUS erobern westlichen u. östlichen Teil Österreichs (Rätien u. Pannonien)
Nur in NORICUM lassen sie sich nicht nieder, es bleibt die keltische Verwaltung (wegen guter nachbarschaftlicher Beziehungen), Zentrum v. Noricum: NOREIA (=reine Zivilstadt, wie Salzburg);
Straßennetz: (Hauptstraßen):
Salzburg:
476 hat die röm. Provinzialverwaltung geräumt. (Untergang des röm. Reichs). Im 6. Jhdt. tauchte der Hl. Rupert auf. Er errichtete St. Peter.
Die Lebensbeschreibung des heiligen Severins ist das einzige Dokument, das schildert, wie es in Österreich zu dieser Zeit aussah.
Die Germanen:
Indogermanen (Indoeuropäer):
Ursprüngliches Siedlungsgebiet der Germanen war die Ost- u. Nordsee. (heutiges Skandinavien u. Deutschland u. andere Küstengebiete).
Die Germanen begannen wegen Naturkatastrophen und wegen des Klimas zu wandern.
114 v. Chr.: KIMBERN u. TEUTONEN kamen aus Dänemark, wegen des Klimas.
1066: WILHELM d. EROBERER (Normanne) erobert England. Die Wickinger fuhren zur See und hatten auch Siedlungen in Amerika.
Im 5. u. 6 Jhdt. war der Höhepunkt der Völkerwanderung, im 12/13. Jhdt fanden die letzten Wanderungen statt.
Völkerwanderung ist eigentlich falsch, weil immer nur einzelne Stämme wanderten. Schuld war das GERMANISCHE ERBRECHT: Nur der Erstgeborene erbte, man wollte keine Besitzaufsplitterung. Die, die nichts erbten zogen dann herum und schlossen sich zusammen. Daher kommt vielleicht der Begriff Völkerwanderung.
NORDGERMANEN: später WICKINGER (Normannen).
Herrschaft über England und Süditalien.
OSTGERMANEN: a) GOTEN: Spanien, England, Südfrankreich.
b) VANDALEN: Reich in Nordafrika (Tunesien).
c) BURGUNDER: Reich in Mitteldeutschland (von den Hunnen
vernichtet).
WESTGERMANEN: a) ANGELSACHSEN: Angeln u. Sachsen.
b) DEUTSCHE: Alemannen, Franken, Bajuwaren.
c) FRIESEN,FLAMEN ---> friesisch
d) LANGOBARDEN: untergegangen.
Grundsätzlich war die germanische Welt bäuerlich. Sie konnten mit Waffen nicht sehr gut umgehen, waren daher auch kriegerisch nicht sehr erfolgreich (Disziplinlosigkeit).
Auf lange Sicht hatten sie keine Chance gegen die Römer und die Hunnen (kämpften zu Pferd mit Pfeil und Bogen).
TACTITUS: Röm. Schriftsteller, schrieb "GERMANIA". Dieses Buch half den Römern beim Kampf gegen die Germanen. "GERMANIA" ist die einzige Quelle über die Germanen. Tactitus erwähnte in diesem Buch über 100
germanische Stämme, heute existieren nur mehr fünf Stämme.
5 Stämme: FRANKEN: links u. rechts des Unterrheins (Holland, Belgien, Nord Frankr.)
ALEMANNEN: Oberrhein (Schweiz, Elsaß, Schwarzwald)
SACHSEN.
THÜRINGER.
BAYERN.
.... Bevölkerungsverteilung im deutschen Reich
In Kriegszeiten wählten die Stämme einen HERZOG. Er fungierte als Heerführer und Richter. In Friedenszeiten war er normaler Bauer.
Unter dem Herzog gab es nur FREIE BAUERN, keine Sklaven und Leibeigene. Es gab aber ein Gewohnheitsrecht.
Der Herzog fungierte als OBERSTER RICHTER und hatte zwei SCHÖFFEN als Beisitzer. Es gab keine schriftlichen Rechtsaufzeichnungen. Der Gerichtstag wurde im Freien abgehalten.
TODESSTRAFE gab es nur auf FÜRSTENMORD, auf alle anderen Angelegenheiten: Geldzahlung oder Blutrache.
Kennzeichen des freien Mannes war sein SCHWERT, mit der Freiheit war die Verteidigungspflicht verbunden.
Einige Jahrhunderte später (Ende des Mittelalters) gab es nur mehr unfreie Bauern.
Dies hatte mehrere Ursachen:
a) Im Falle von mehreren Kriegen blieb zuhause die Arbeit liegen, außerdem war der
Kriegsdienst gefahrvoll. ---> Man begab sich FREIWILLIG in den Besitz eines
Adeligenl der dann für ihn verantwortlich war (Pension, sicheres Geld).
b) SCHULDEN: z.B.: verurteilte das Gericht Bauern nach Gewalttaten mit hohen Geldbußen, die nicht bezahlt werden konnten ---> Man ging freiwillig in die Abhän- gigkeit eines Adeligen, der die Schulden bezahlte.
Man konnte sich seine Freiheit auch wieder zurückkaufen, was aber seltener vorkam.
"STADTLUFT MACHT FREI": Man konnte auch in die Städte fliehen. Dort war aber Freiheit mit Verteidigungspflicht verbunden.
Folgende Stände entstanden:
HERZOG
|
ADEL
|
RITTERSTAND
|
UNFREIE BAUERN
|
FREIE BAUERN
Da es immer weniger freie Bauern gab entwickelte sich der RITTERSTAND, der gut ausgebildet und beritten war. Die Adeligen mußten für die Bezahlung aufkommen.
Vor Feldzügen gab es immer eine HEERSCHAU. Für gute Ritter gab es für den Adeligen eine Belohnung von den Eroberungen.
Verwaltungsmodell (v. Karl d. Großen):
KÖNIG (KAISER)
|
3 KANZLER
|
HOFBEAMTE: KÄMMERER: zust. für das Gewand,Geldverwaltung.
TRUCHSEß: zust. für Speisen.
MARSCHALL: zust. für Pferd.
MUNDSCHENK: zust. für Getränke, einschenken.
Jeder KANZLER hatte eine Kanzlei mit 3 Schreibern.
In der Verwaltung gab es auch KÖNIGSBOTEN, meist Erzbischöfe u. Grafen. Sie waren eine Art Kontrollbehörde.
Die Kanzler waren: ERZBISCHOF v. MAINZ: Kanzler v. DEUTSCHLAND.
ERZBISCHOF v. KÖLN : Kanzler v. ITALIEN.
ERZBISCHOF v. TRIER : Kanzler v. BURGUND.
Die 4 Hofbeamten erhielten ERBLICHE LEHEN:
MUNDSCHENK: Königreich Böhmen.
TRUCHSEß: Markgrafschaft Brandenburg.
MARSCHALL: Herzogtum Sachsen.
KÄMMERER: Pfalzgrafschaft bei Rhein.
Frankenreich:
MARKGRAFEN: An den Grenzen des Reichs: Der Graf hatte mehr Vollmachten, sind die bedeutensten Grafen.
PFALZGRAFEN: Kaiser war ständig unterwegs, deshalb gab es Pfalzen (palatium =Pa-last), wo er residierte (Riesige Anlagen). z.B.: Aachen.
GAUGRAFEN: Gewöhnlicher Verwaltungsbezirk.
Das HL. RÖM. REICH bestand aus: DEUTSCHLAND.
ITALIEN.
BURGUND.
1356: "GOLDENE BULLE": Die 3 Kanzler und die 4 Hofbeamten durften den Kaiser wählen. Auch der Ablauf der Kaiserwahl wurde festgelegt.
Später kamen noch 2 dazu: 1648 BAYERN .... 8. Kurwürde.
SALZBURG... 9 Kurwürde.
Schwierigste Wahl: 1519 starb MAXIMILIAN, hatte keinen Sohn. Sein Enkel KARL V. war Kandidat. Die Kurfürsten wollten ihn nicht wählen, weil er Spanier war. Deshalb tat er sich mit den FUGGERN zusammen und überzeugte durch Bestechung die Kur-fürsten.
Die Franken:
Die Franken sind eines der 5 deutschen Völker, sie gehören zu den Westgermanen. Sie erreicheten als erste ein neues gemeinsames Reich. Verschiedene Stämme wurden geeinigt.
431: CHLODIO greift Köln an.
Hatte einen Sohn: MEROWECH, ist historisch nicht greifbar. Aus Merowech ist der Name der MEROWINGER abgeleitet: ist die erste Herrscherfamilie, die über 400 Jahre lang regiert.
7 JHDT.: GREGOR v. TOURS: "GESTA FRANCORUM" (=Frankengeschichte). Er hat die Geschichte der Franken aufgeschrieben. Er schreibt, daß die Gemahlin des Chlo-dio beim Baden von einem göttlichen Stier geschwängert wurde, so entstand Merowech.
Nachfolger von CHLODIO: CHILDERICH.
Nach Childerich kommt CHLODWIG: Trat seine Herrschaft mit 15 an und regierte etwa 30 Jahre.
Er hat die Franken zum CHRISTLICHEN GLAUBEN gebracht.
Er begann die fränkischen Stämme zu einigen, verschaffte sich mit unfairen Mitteln Macht.
Es gab 3 bedeutende Schlachten:
486: Schlacht bei SOISSONS: Schlug den röm. Stadthalter SYAGRIUS, wurde dort
Herrscher.
496: Schlacht bei TOLBIACUM: gegen die ALEMANNEN. Man weiß aber nicht, wo Tolbiacum liegt. Chlodwig soll sich angeblich am Schlachtfeld geschworen haben, falls er die Schlacht gewinnt, läßt er sich, Söhne und das gesamte Volk taufen. (Seine Frau war bereits Christin). Er siegte und ließ alle taufen.
507: Schlacht gegen die WESTGOTEN (Süd-West-Frankreich). Sie wichen nach der Schlacht über die Pyrenäen nach Spanien aus.
Mit diesen 3 Schlachten bekam er ganz Frankreich und vererbte es seinen Söhnen.
Chlodwig hatte nur einen Gegenspieler: THEODERICH (=Dietrich v. Bern.) mit Sitz in Ravenna. Theoderich kam mit Chlodwig bei seiner Reichsausdehnung in Berührung. Theoderich setzte eher auf Heiratspolitik, war eher gutmütig. Chlodwig betrieb Kriegs-politik.
Theoderich war ARIANER (Lehre von Bischof ARIUS). Die Dreifaltigkeit wird von den Arianern nicht anerkannt. Letztlich ist Theoderich mit seinem Reich untergegangen.
Die Kirche stand auf der Seite Chlodwigs, aus Sicht der Kirche war Theoderich ein Ket-zer).
Chlodwig hatte vier Söhne: Er teilte sein Reich in 4 Teile:
THEUDEBERT..... OSTAQUITANIEN
CHLODOMER..... WESTAQUITANIEN.
CHILDEBERT..... BRETAGNE, NEUSTRIEN
CHLOTAR........... alte FRÄNKISCHE GEBIETE (Belgien, Holland....), späterer Name
AUSTRIEN, später AUSTRASIEN.
Von hier kommt unsere Bezeichnung AUSTRIA.
.... Skizze des fränkischen Reiches
Später sind 3 der 4 Söhne gestorben, CHLOTAR ist übriggeblieben. Er teilte das Reich wieder auf 3 Söhne auf. Dies führte zur Zersplitterung des Reiches.
In der Folge eroberten die Söhne weiters:
530/31: eroberten THÜRINGEN.
534: BURGUND.
536: PROVENCE (Südfrankreich)
555: BAYERN: Agilolfinger mit Tassilo
_________________________________________________________________________
Die fränkischen Könige entwickelten eine Unsitte:
Sie hatten alle einen HAUSMEIER (MAJOR DOMUS) = Vorsteher eines Hauses, entspricht einem heutigen Butler. Er hatte alles über und war eine Art Geschäftsführer.
Später mußten die Hausmeier sogar Kriege führen, so wurden sie immer mächtiger und mächtiger. Z.B.: der Vater Karl d. Großen war Hausmeier.
___________________________________________________________________________
Vermutliche Entstehung des Nibelungenlieds:
BRUNHILDE (eine Westgotin) war verheiratet mit SIGIBERT I.
Sigiberts Bruder CHILPERICH war verheiratet mit FREDEGUNDE.
Fredegunde wurde von Chilperich verstoßen und Chilperich nahm GAILSWINTA (Schwester von Brunhilde) auf. Fredegunde tötete Gailswinta.
Dem folgte Blutrache. Brunhilde mußte gegen Fredegunde und Chilperich etwas unternehmen. Die beiden Brüder starben und Brunhilde und Fredegunde führten den Streit weiter. Brunhilde überlebte. Man spricht vom KAMPF DER KÖNIGINNEN.
Man glaubt, daß dieser Streit die Vorlage für das Nibelungenlied war.
__________________________________________________________________________
Hausmeier:
PIPPIN d. ÄLTERE: Hausmeier in Austrasien (gest. 640)
PIPPIN d. MITTLERE: Hausmeier des Gesamtreichs (gest. 714)
KARL MARTELL: Hausmeier des Gesamtreichs (gest. 741), Sohn v. Pippin d. Ä.
Von Karl ist der Name KAROLINGER abgeleitet.
732: 7-tägige Schlacht von Tours u. Poitiers. Hier wird das Vordringen der Araber (Mohammedaner) gestoppt.
PIPPIN DER JÜNGERE: Sohn. v. Karl Martell, 741 Hausmeier des Gesamtreichs,
752 KÖNIG (PIPPIN I.), gestorben 768.
Der sich selbst ernannte Papst wandte sich an Pippin d. Jüngeren um ihn gegen die Langobarden zu helfen. Pippin erhielt den Ehrentitel "PATRICIUS". Er schenkte die eroberten Gebiete der Langobarden den Papst:
754: PIPPINISCHE SCHENKUNG: existierte bis 1929, man spricht vom Kirchenstaat.
KARL I ("DER GROßE"):
Sohn v. Pippin d. J., regiert 768-814, seit 25.12.800 römischer Kaiser.
Karl d. Große wurde Kaiser, weil der Papst aus Rom ein Sicherheitsbedürfnis hatte. Er war der erste, der versucht hatte, dem Reich ein Verwaltungssystem aufzuprägen. Er machte viele Eroberungen und errichtete außerhalb seines Reichs MARKEN (SPANI-SCHE MARK). Im Osten war die AWARISCHE-MARK, die bis zum Plattensee ging.
In Deutschland führte er jahrzehntelang Krieg gegen die heindnischen SACHSEN, auch gegen die DÄNEN.
Karl litt an Rheuma ==> Es entstanden Heilbäder, z.B.: AACHEN.
Karl regierte sein Reich vom Sattel aus.
Die Probleme begannen nach seinem Tod (nach 814). Er hatte einen Sohn:
LUDWIG I. ("DER FROMME"): regierte von 814-840, Er war eher unscheinbar.
Sogar seine 3 Söhne wandten sich gegen ihm.
Söhne:
LOTHAR I.: ältester Sohn, erbt den Kaisertitel, regiert von 840-855.
Reich hieß "LOTHARI REGNUM" = Lothringen.
KARL II.: erbt das Westreich (FRANKREICH), regierte von 840-877.
LUDWIG II.: "DER DEUTSCHE", erbt das Ostreich (dt. Siedlungsgebiete)
regierte von 840-876.
843: VERDUN: Vertrag zwischen den Brüdern (Reichsteilung).
870: VERTRAG v. MERSEN:
Lothringen wird zwischen dem Ost- u. Westreich aufgeteilt. Aus diesen Verträgen ist erstmals ersichtlich, daß sich die Sprache auseinanderentwickelt hat. (altfranzösisch und altdeutsch).
Aus dem Reich Karl d. Großen entsteht Deutschland und Frankreich und somit der Streit um den Kaisertitel. Der Kaisertitel ging an Deutschland (Ostreich), wurde aber von den Franzosen immer wieder in Zweifel gezogen. Dieser Streit geht weiter bis Napo-leon.
Es entsteht das neue Kaiserreich, das HEILIGE RÖMISCHE REICH DEUTSCHEN NATION, es entwickelt sich bald ein großer Unterschied zwischen den Reichen. Die französischen Könige fühlten sich als Oberhaupt der kath. Kirche und holten sogar den Papst nach Avignon.
911 sterben die deutschen Karolinger aus, etwas später die Franzosen . Die französichen Karolinger werden von HUGO CAPET (Graf v. Paris) an der Macht abgelöst.
CAPET ==> KAPETINGER : VALOIS, BOURBON;
Letzter deutscher Karolinger: LUDWIG IV. , "DAS KIND", reg. von 900-911.
KONRAD I. (Herzog v. Franken):
Nach den Karolingern wird er von den deutschen Fürsten gewählt. Regierte von 911-918.
Er hatte Probleme mit dem HERZOG v. SACHSEN (Erzfeind) , da Konrad ein Franke war. Als Konrad stirbt vererbt er die Kaiserkrone den Sachsen, es gibt von nun an die
SACHSENKAISER: insgesamt 5. (von 919-1024)
1) HEINRICH I.
2) OTTO I. ("DER GROßE"):
Zur Zeit der Sachsenkaiser kamen die Ungarn (verwandt mit den Finnen) vom Osten. Sie plünderten bis nach Frankreich.
955: Otto d. Großen gelingt es am LECHFELD bei Augsburg die Ungarn in einer großen Schlacht zu schlagen. In der Gefolgsschaft des Kaisers waren Fürsten, Erzbischöfe usw., die er mit Grundstücken belehnte.
976: LUITPOLD v. BAMBERG bekommt den Titel MARKGRAF und Otto gibt ihm Niederösterreich.
1002: Wien ist wieder in deutscher Hand.
Kaum ist Wien deutsch, bekehrt der Papst die Ungarn zum CHRISTENTUM. Dies bedeutete das Ende des Eroberungsfeldzuges. Die Leitha war die Grenze bis 1920. Somit war Wien das äußerste Bollwerk des deutschen Reichs.
Die BABENBERGER regierten von 976 - 1246 (waren österr. Landesfürsten).
3) OTTO II.
4) OTTO III.
5) HEINRICH II.
__________________________________________________________________________
Nach den Sachsenkaisern geht die Kaiserkrone wieder an die Franken zurück.
SALIERKAISER: von 1024 - 1125: (4 Kaiser):
Alle Salierkaiser stritten mit dem Papst, wer die Bischöfe einsetzen darf. Der Papst hatte nur ein Druckmittel, den päpstlichen BANN.
1) KONRAD II.
2) HEINRICH III.
3) HEINRICH IV: zog im Winter über die Alpen nach Canossa und bat den Papst den
Bann von ihm zu nehmen. Er wurde von seinem Sohn, Heinrich V,
abgesetzt.
4) HEINRICH V.
__________________________________________________________________________
Nach den Salierkaisern gab es einen "Einzelkämpfer":
LOTHAR v. SUPPLINBURG.: regierte von 1125-1137.
Nach ihm kommen die STAUFER (Schwaben). Sie regieren von 1137-1254. Das Stamm-schloß ist die Burg HOHENSTAUFEN. Die Staufer sind das letzte große mittelalterliche Kaisergeschlecht.
KONRAD III:
War verheiratet mit einer Normannin, sein Vater war König von Süditalien und Sizilien, Somit war ganz Italien bis zum Kirchenstaat dt. Reich ==> Die Päpste unerbittliche Feinde der Staufer.
FRIEDRICH I. BARBAROSSA:
Sohn Konrads, regierte bis 1190, unter ihm wird Österreich 1156 Herzogtum. Er er-trank bei einem Kreuzzug.
HEINRICH VI.: Sohn v. Barbarossa.
Unter seiner Regierung hatte das deutsche Reich seine größte Ausdehnung. Das Reich hat andere Nationen angezogen (Schutz, den eines großes Reich bietet).
FRIEDRICH II: begraben in Palermo, hielt sich dort oft auf. Starb 1250.
Er war zerstritten mit dem Papst.
Er führte einen Kreuzzug gegen Saladin (mohammedanischer Sultan). Sie fanden aber gefallen aneinander und schlossen Frieden. Der Papst belegte ihn darauf mit dem Kir-chenbann.
HEINRICH VII.: Sohn von Friedrich II. Starb 1254.
Er war schon zu Lebzeiten König v. Deutschland. Er hatte ein Chaos hinterlassen.
Sein Sohn Konrad IV. regierte gar nicht mehr, sondern wurde 1254 vom Papst gefan-gengenommen und hingerichtet.
In der Folge sterben die Staufer aus.
___________________________________________________________________________
Es folgt das INTERREGNUM (=Zwischenregierung) von 1254-1273. Kein Kaiser aus einem deutschen Stamm.
Während des Interregnums gab es verschiedene Kaiser, ohne pol. Bedeutung: Die Krone wurde an den Meistbietenden verschachert.
z.B.: ALFONS v. KASTILIEN.
WILHELM v. HOLLAND.
RICHARD v. CHORNWALL
Die eigentliche Macht hatten die Kurfürsten. Es herrschte das Faustrecht in Deutschland. König OTTOKAR v. BÖHMEN (Ottokar PRZEMYSL) wurde in jener Zeit übermächtig. Man bot ihn die Krone an, er lehnte aber ab.
RUDOLF I v. HABSBURG:
Erst 1273 wurde RUDOLF I. von Habsburg deutscher Kaiser. Er war nur Graf und wurde deswegen ausgesucht, weil er als schwächlich galt.
Er mußte WAHLKAPITULATIONEN unterschreiben: Bedingungen für die Krönung. (div. Privilegien und mehr Macht für die Fürsten). Dies wurde später immer wieder gemacht. Dies ging solange gut, solange der Kaiser genügend Macht hatte. (Rechte = Regalien).
Die HABSBURGER blieben deutsche Kaiser bis 1806 mit kleinen Unterbrechungen.
Nur den WITTELSBACHERN und LUXEMBURGERN gelang es für kurze Zeit dt. Kaiser zu werden.
1648: Der Kaiser hat seine Bedeutung fast zur Gänze eingebüßt. Sämtliche deutsche Staaten (ca. 1000) erklären ihre Souveränität.
_________________________________________ _
DIE BABENBERGER:
Sie sind das erste österreichische Herrschergeschlecht.
976: Der Babenberger LUITPOLD wird als Markgraf v. Österreich eingesetzt. Er wird
ein paar Jahre später ermordet, er hat aber einen Sohn.
Die Babenberger hatten ständig östlich mit den Ungarn zu kämpfen, nördlich wurden sie von den Polen bedroht.
Alle anderen Fürsten waren mächtiger als die Babenberger. Nichteinmal die Stadt Wien gehorchte den Babenbergern, sie regierten erst in Melk, später in Klosterneuburg. Neben den Babenbergern regierten auch viele andere Familien.
Die Babenberger hatten nicht sehr viel Macht, da sie auch wenig Besitzungen hatten. In Österreich gab es außerdem auch noch große kirchliche Besitzungen (durch Schenkungen). Fast jede adelige Familie hatte ihr eigenes Hauskloster.
Die Babenberger hielten sich aus dem Investiturstreit heraus. Diese Situation wurde erst wesentlich besser unter
LEOPOLD III, "DER HEILIGE":
Heinrich V. bot Leopold an, seine Schwester Agnes (Mutter der Stauffersöhne) zu heiraten. Leopold wechselte in das Lager Heinrichs V, besiegten Heinrich IV. (Vater v. V.), Heinrich IV. trat ab, Heinrich V. wurde Kaiser und Leopold heiratete Agnes.
Seit dieser Zeit hatten die Babenberger erstmals Geld und konnten Besitzungen kaufen:
z.B.: kauften sie die Stadt Wien von den SIGEHARDEN, gründeten Kloster KLOSTERNEUBURG.
Man bot nach dem Tod Heinrichs V. Leopold die Kaiserkrone an, er lehnte aber ab.
So wurden seine Stiefsöhne (STAUFFER) Leopolds Kaiser.
Söhne von LEOPOLD III: HEINRICH II
ADALBERT
LEOPOLD IV.
LEOPOLD IV: Nachfolger v. Leopold III.
HEINRICH II JASOMIRGOTT: 1. Herzog von Österreich.
In der Zwischenzeit regieren in Deutschland die Stauffer Konrad III u. Friedrich I. Bar-barossa. Konrad hatte Probleme mit HEINRICH d. LÖWEN (Hzg. v. Bayern, Herzog v. Sachsen). Konrad machte einen Italienfeldzug, Heinrich der Löwe ging nicht mit. Daraufhin nahm man ihm Bayern weg und schenkte es HEINRICH II.
Konrad starb schließlich und Friedrich kam an die Macht und wollte Bayern zurück. Man gab es auch ihm zurück.
Gegenleistung: PRIVILEGIUM MINUS: Österreich wurde Herzogtum.
HEINRICH II wurde mächtiger als andere Fürsten:
a) Er mußte nicht mehr an Feldzügen teilnehmen (nur Kämpfe in der Umgebung).
b) Keine Romzüge zum Papst mehr.
c) Er wurde oberste Gerichtsinstanz.
d) Die Pflicht königliche Hoftage zu besuchen wurde auf Bayern beschränkt.
e) Falls spätere Babenberger kinderlos sind können sie allein die Nachfolge bestimmen.
(nie vorgekommen).
f) Die Herzogslinie sollte auch in weiblicher Linie erblich sein. (nur einmal vorge- kommen bei Maria Theresia)
Alle anderen Fürsten wollten auch diese Privilegien erhalten.
___________________________________________________________________________
WITTELSBACHER:
RUDOLF I.
ALBRECHT I.
LUXEMBURGER:
KARL IV.: residierte in Prag (erste deutsche Kaiserresidenz)
schuf die Prager Universität u. Veilsdom.
GOLDENE BULLE: Ablauf einer Kaiserwahl wurde niedergeschrieben.
Eine Tochter v. KARL IV.: war verheiratet mit
RUDOLF IV. ("DER STIFTER"): war Herzog v. Österreich.
Er baute unter anderem im Konkurrenzkampf mit Karl IV. die UNIVERSITÄT u. den STEPHANSDOM.
Er fälschte auch das PRIVILEGIUM MINUS ==> PRIVILEGIUM MAJUS (um 1356).
Er wurde so ERZHERZOG und verschuf sich auch noch andere Vorteile.
Am Hof v. Karl IV. war FRANCESCO PETRARCA: Gutachten über das Privileg nega-
tiv. Karl IV akzeptierte deshalb das PRIVILEGIUM MAJUS nicht.
Erst im 19. Jhdt. kam man auf die Fälschung drauf.
Unter Friedrich II wurde dieses Dokument zum Reichsgesetz, deshalb wurde es auch nie angezweifelt.
MINUS und MAJUS sind dassselbe Dokument.
LEOPOLD V.:
1) Er nahm RICHARD LÖWENHERZ gefangen und profitierte vom Lösegeld.
Der Streit geht auf eine Kreuzzug zurück: Bei der Belagerung von AKKON kamen
sie ins Streiten. Später wurde Richard L. in Österreich gefangengenommen.
2) In der Steiermark regierten die OTOKARE (Urvater Odoaker). Der letzte Otokar
hatte den Aussatz und keine Nachkommen. Die Steiermark kam zum Herzogtum
Österreich.
GEORGENBERGER HANDFESTE: Vertrag: Die steirischen Adeligen mußten den
Treueeid ableisten (1786). Ihre Rechte wurden aber nicht beschnitten.
In LILIENFELD wurde ein Kloster gegründet, mit dem Geheimauftrag alle Vorgänge nach Wien zu melden (Kontrolle des steirischen Adels).
__________________________________________________________________________
Österreich wird zur Großmacht:
Übersicht:
Österreich wurde groß durch drei Heiraten:
1) 1477: MAXIMILIAN, Sohn von FRIEDRICH III., mit MARIA v. BURGUND.
2) 1496: Sohn PHILIPP d. SCHÖNE mit JOHANNA v. SPANIEN.
3) 1515: FERDINAND mit ANNA v. BÖHMEN u. UNGARN.
____________________________________________________________________
FRIEDRICH III. (regierte von 1440-1493):
A.E.I.O.U.:
“Austria erit in orbe ultima”
“Alles Erdreich ist Österreich untertan”.
Er war deutscher Kaiser und war immer in Geldnöten. (Sein Sohn führte erstmals eine allgemeine Steuer ein.)
1 Mann war sehr reich: KARL d. KÜHNE: Herzog von BURGUND. (regierte von 1467-1477).
Burgund (Hauptstadt Bourgogne) war der reichste Staat Europas. Sein Reich lag auf der Nord-Süd-Achse zwischen den fländischen Städten und der Schweiz, Karl profitierte vom Handel.
Der Vater v. Karl war PHILLIP d. GUTE: Er gründete den Orden vom GOLDENEN VLIES, der später habsburgischer Hausorden wurde.
Karl war Lehensträger vom DEUTSCHEN KAISER u. FRANZ. KÖNIG. Er wollte dritter Herrscher Europas werden. Er wollte ein Königreich, das ihm nur der Kaiser geben konnte.
Er hatte keinen Sohn, nur eine Tochter: MARIA v. BURGUND.
Friedrich III. hatte einen Sohn: MAXIMILIAN (später I.: 1493-1519)
1473: Treffen von FRIEDRICH III. u. KARL d. KÜHNEN.
Karl stellte seinen Reichtum zur Sc