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Energydrinks
Wer erhöhte Leistung bringen muss oder seine Nerven stärken möchte, dem scheint mit dem Trinken eines Energydrinks schnell geholfen zu sein.
Heute ist der Energydrink nicht nur das Modegetränk wie das Cola in den 50er Jahren, sondern auch ein sehr effizienter Werbeträger.
Inhaltsstoffe:
Taurin
Taurin ist eine synthetisch hergestellte Aminsäure. Aussagen wie Taurin stamme aus der Galle oder dem Hoden von Ochsen, haben zu Gerüchten geführt, die erheblich zum Erfolg des Energydrinks beigetragen haben. Tatsächlich aber wird Taurin in einem Kochprozell aus Ochsengalle gewonnen.
Möglicherweise verstärkt Taurin die Wirkung des Koffeins. Das würde erklären, warum der richtige Energydrink angeblich mehr aufpuscht als Kaffee.
Koffein
Koffein ist durch sein natürliches Vorkommen in Kaffee bekannt. Es wirkt als Stimulanz auf den Kreislauf und das Nervensystem. So kann man besser kombinieren und reagieren. Aus kohlensäurehältigen Getränken wird Koffein besser und schneller aufgenommen.
Cola: 100 mg/l
Kaffee: 500 mg/l
Energydrinks: 320 mg/l
Glucuronolakton
Es kommt in vielen pflanzlichen und tierischen Organismen vor und dient der Entgiftung des Körpers. Es rundet auch den Geschmack des Energydrinks ab.
Inosit
Inosit ist ein Zuckeralkohol und ein wichtiger Wachstumsfaktor, der auch im menschlichen Körper vorkommt und Lebensmittelvergiftung und Verfettung der Leber entgegenwirkt.
Weiters enthält ein Energydrink noch Wasser, Aromen, Zitronen- und Kohlensäure.
Eine Dose von diesem Getränk hat also im Wesentlichen die Wirkung von einem starken, sehr süßen Mokka.
Allgemein
Energydrinks beruhen im Prinzip alle auf demselben Basis-Sirup. Den kann man nicht patentieren und er ist von jedermann bei internationalen Aromastofferzeugern (Universal Flavour, Wild oder Haarmann-Reimer) erhältlich. Die Abfüllung besorgen dann Spezialisten wie Spitz, Starzinger oder Pfanner, das derzeit übrigens über 40 verschiedene Energydrinks in Lohnfertigung abfüllt. Das Vbg Unternehmen Rauch füllt hingegen nur für Red Bull ab.
Natürlich reichen schon geringe Beigaben oder Variationen, um den Geschmack des Getränks zu verändern und rechtlich einwandfrei von einer völlig anderen Rezeptur zu sprechen, aber im Prinzip gilt: Nichts ist einfacher, als einen Energydrink nachzuahmen.
Energydrinks müssten wegen der enthaltenen Menge von Koffein eigentlich als Arzneimittel und nicht als Lebensmittel gelten und dürften daher nur in Apotheken erhältlich sein. Wenn sie allerdings nur in Apotheken erhältlich wären, könnte man sie nur in gewissen, höchstwahrscheinlich geringen Mengen kaufen, was sich gewinnschädigend für die Konzerne auswirken würde. Daher liegt die Vermutung sehr nahe, dass die betreffenden Konzerne die Behörden, welche für die Einstufung von Substanzen verantwortlich ist, auf die eine oder andere Weise auf ihre Seite ziehen, um so die erwünschten Verkaufszahlen nicht zu gefährden.
Einwegpfand
Das 2003 in D eingeführte Dosenpfand von 25 Cent für Einwegflaschen und Dosen sorgte bei etlichen Kunden für Ärger. Bisher musste man nämlich den Kassabon aufheben und konnte die jeweilige Dose oder Flasche nur in dem Geschäft zurückgeben, in dem man sie auch gekauft hat. Mit 1. 10. 03 sollte ein einheitliches Rückgabesystem starten. Dosen und Flaschen können bundesweit überall dort zurückgegeben werden, wo ein Händler gleichartige Verpackungen verkauft. Auf ein bundesweit einheitliches System konnte sich der Handel aber nicht einigen – und warf die Dosen kurzerhand aus den Regalen oder schuf sich eigene Insellösungen (z.B. Umfüllung in eigene Flaschen und Dosen). Damit hatte von den Branchenriesen nur noch die Spar-Gruppe Getränkedosen in den Regalen.
Getränkehersteller außerhalb von D fühlen sich benachteiligt, da sie keine Chance mehr hätten, im deutschen Handel gelistet zu werden und haben geklagt. Unter den Klägern sind auch österr. Unternehmen. Schwer getroffen von Auslistungen im deutschen Handel sind Red Bull, Radlberger oder Gasteiner.
Begründer der Energydrinks ist Red Bull.
Red Bull
Die ganze Wahrheit, die keiner wahrhaben wollte und ein Stoff, der eigentlich überhaupt nichts bringt, aber bis zum 28. Februar 94 nicht verkauft werden durfte.
Gegründet wurde Red Bull von dem Steirer Dietrich Mateschitz. Auf einer Japanreise lernte er einen Soft-Drink namens Lipovitan kennen, auf den er, nach eigenen Angaben nach „abgefahren“ ist.
Das seit 1987 in Österreich erhältliche Red Bull dominiert den Markt der Energydrinks mit 90% Marktanteil. Mateschitz besitzt 49% der Firma, 46% gehören der Hongkonger TC Agro Trading Company, 2% dem Thailänder Chalerm Yoovidhya.
Der Firmensitz ist in Fuschl am See, von dort aus werden alle strategischen Entscheidungen in Bezug auf Produktion, Logistik, Controlling, Marketing und Vertrieb getroffen.
Einführung Deutschland
In D geriet die Einführung 96 zu einem Desaster. Der Handel listete den Energydrink sofort, und der ging weg wie warme Semmeln. An manchen Tagen wurden 1 Mio. Dosen verkauft. Doch plötzlich waren Europas Aludosenproduzenten ausverkauft. 3 Monate nach dem Start konnte der Handel nicht mehr beliefert werden. Die Folge à Konkurrent Flying Horse konnte liefern und wurde Marktführer. 4 Jahre später hat es Red Bull wieder geschafft. Es ist mit 65% Marktanteil wieder Klassenbester, muss aber mit einem starken Zweiten (Flying Horse à 30%) leben.
Auc