Facharbeit für Deutsch
von Peter Stuhlberger
Thema: Der Autor Carl Zuckmayer
Inhalt
¶ Werdegang des Autors
· Sein Verdienst für das Theater
¸ Preise und Ehrungen des Autors
¹ Seine Werke im Überblick
º Der Hauptmann von Köpenick
a) Quellen des Autors 37458msh49gyp6b
b) Inhaltsangabe
c) Charakterbild der Hauptpersonen
d) Historischer und politischer Hintergrund
e) Die Sprache sy458m7349gyyp
f) Quellenangabe
¶ Werdegang des Autors
Carl Zuckmayer wurde am 27. Dezember 1896 in Nackenheim (Rheinhessen) als Sohn eines Fabrikanten geboren. 1900 kam Zuckmayer nach Mainz, wo er das Gymnasium von 1903-1914 besuchte. Mit 18 Jahren (1914-1918) nahm er als Freiwilliger am Weltkreig teil, den er allerdings kurze Zeit später verabscheute. Ab 1918 studierte er in Frankfurt/M. und Heidelberg zunächst Jura und Nationalökonomie, dann jedoch Literatur- und Kunstgeschichte. Außerdem belegte er einige Semester in Philosophie, Soziologie und Biologie. Nach den verschiedenen Studiengängen arbeitete er als Dramaturg in Kiel, wurde aber entlassen und wechselte ans Schauspielhaus München. Von 1924 an arbeitete er zusammen mit Berthold Brecht als Dramaturg an Reinhardts Deutschem Theater in Berlin. Sein erster großer Erfolg "Der fröhliche Weinberg" brachte ihm 1925 den Kleist-Preis ein. Nach seiner Entlassung wegen Erfolglosigkeit bei Reinhardts Deutschem Theater lebte Zuckmayer als freier Schriftsteller zunächst in Salzburg dann in Berlin. 1929 erhielt der Autor den Georg-Büchner-Preis. 1930 schrieb er das Drehbuch zu dem Film "Der blaue Engel" nach dem Buch von Heinrich Mann "Professor Unrat".
Sein öffentliches Auftreten gegenüber dem Nationalsozialismus und seine jüdische Abstammung mütterlicherseits führten 1933 zum Aufführungsverbot seiner Stücke. 1933-38 lebte er in Henndorf bei Salzburg, wo er bereits 1926 ein Haus gekauft hatte.
Nach dem »Anschluß« Österreichs entzog er sich der Verhaftung durch die Flucht in die Schweiz. Von dort emigrierte er über Kuba in die USA, wo er als Drehbuchautor und Dozent an Piscators »Dramatic Workshop« in New York arbeitete. Eine Art Reiseführer dieser Flucht erzählt seine Frau Alice in "Die Farm in den grünen Bergen".
1946 kehrte er als Zivilbeauftragter der amerikanischen Regierung für Kulturfragen nach Deutschland zurück, lebte aber seit 1951 nochmals in den USA. Später erhielt er den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt und 1957 den Dr. Phil. h.c. der Universität Bonn.
1958 siedelte er in die Schweiz über und lebte in Saas-Fee (Wallis), wo er 1960 den großen Österreichischen Staatspreis und 1967 den Orden Pour le mérite für Wissenschaft und Künste erhielt.
Zuckmayer starb am 18. Januar 1977 in Saas-Fee.
· Zuckmayers Verdienst für das Theater
Sein Verdienst war es, daß das deutsche Theater nach einer Periode oft kraftloser spätexpressionistischer Dramen, wieder breite Publikumskreise ansprach. Dies gelang ihm, nachdem er selbst mit expressionistischen Dramen ("Der Kreuzweg", 1921; "Pankraz erwacht", 1925) nur Mißerfolg geerntet hatte, sofort mit seinem ersten Lustspiel "Der fröhliche Weinberg", das mit seiner naiven Sinnlichkeit und Derbheit die Erneuerung des Volksstücks anbahnte. Das Erlebnis des Dritten Reiches und der Emigration in die USA 1940 führten ihn zum Ideendrama.
Seine Stücke verdanken ihren Welterfolg jedoch hauptsächlich dem sicheren Gespür des Autors für vitales, atmosphärisch starkes Theater.
¸ Preise und Ehrungen des Autors
-1925 Kleist-Preis für "Der fröhliche Weinberg"
-1929 Georg-Büchner-Preis
-1951 Goethe-Preis
-1957 Dr. Phil. H.c. der Universität Bonn
-1967 Orden Pour le mèrite für Wissenschaft und Künste
¹ Seine Werke im Überblick
Nach ersten -erfolglosen- expressionistischen Dramen wurde Zuckmayer vor allem durch seine Volksstücke zu einem der erfolgreichsten Bühnenautoren neben den von ihm sehr geschätzten Gerhard Hauptmann. Die meisten seiner Stücke und mehrere Erzählwerke erfreuten sich auch als Filme großer Beliebtheit. Neben gelungenen Milieuschilderungen und lebensnaher Dialogführung liegt das vor allem an der Charakterzeichnung seiner Figuren. Zuckmayer liebt die Gestaltung volkstümlicher Helden, aus denen sich auch Gesellschaftskritik, Antimilitäristisches und soziales Verantwortungsgefühl vermitteln lassen.
1) Bühnenwirksame und Zeitprobleme behandelnde Stücke:
1925-Der fröhliche Weinberg, 1927-Katharina Knie, 1931-Der Hauptmann von Köpenick, 1937/38-Ulla Winblad od. Musik u. Leben des Carl M. Bellmann, 1946-Des Teufels General, 1949-Barbara Blomberg, 1950-Der Gesang im Feuerofen, 1955-Das kalte Licht, 1961-Die Uhr schlägt eins, 1964-Das Leben des Horace A. W. Tabor.
Lyrik:
1926-“Der Baum”, 1960-“Gedichte”.
Erzähltes:
1927-Ein Bauer aus dem Taunus, 1938-Herr über Leben und Tod,
1945-Der Seelenbräu, 1959-Die Fastnachtsbeichte.
Das Volksstück "Der fröhliche Weinberg" gestaltet ein Stück Alltagswirklichkeit aus Zuckmayers rheinhessischer Heimat mit der von nun an für ihn typischen Treffsicherheit in Milieuzeichnung.
Auch der 1958 verfilmte "Schinderhannes" hat Volksstückcharakter. Zuckmayer verherrlicht den legendär gewordenen Räuberhauptmann Johann Bückler, der außerhalb der Legalität die Interessen des Volkes vertritt.
Ein ausgeprägtes Volksstück ist "Katharina Knie", das während der Inflationszeit spielt. Dieses Werk spiegelt die wirtschaftlichen Schwierigkeiten eines kleinen Zirkus' wieder. Das Artistenkinde Katharina gibt Hof und ihre Liebe auf, um nach dem Tod ihres Vaters den Zirkus weiterzuführen. Auch hier nimmt Katharina die Rolle der Volksheldin ein.
"Des Teufels General", 1942 entstanden, 1955 verfilmt, versucht, das Problem des Widerstands im Krieg in Form einer Tragödie zu gestalten. Die Gestalt des draufgängerischen Fliegers Harras gerät zum volkstümlichen Helden. Das Stück wurde in der Nachkriegszeit heftig diskutiert. Bewundernswert bleibt die präzise Darstellung des Milieus und der Stimmung der Personen, da der Autor weit entfernt im Exil lebte.
Ebenfalls von Widerstand und Verrat handelt "Der Gesang im Feuerofen". Französische Widerstandskämpfer, treffen sich zur Weihnachtsfeier, werden aber an die Deutschen verraten und kommen in dem von der SS in Brand gesteckten Schloß um.
"Das kalte Licht" behandelt die Stellung eines Atomwissenschafters zwischen Forschung und den politischen Konsequenzen seiner Forschung und gestaltet die persönliche Problematik des Forschers, der sich für die Folgen seiner Erkenntnisse verantwortlich fühlt.
Seine Autobiographie "Als wär's ein Stück von mir" berichtet von den großen Begegnungen und Stationen seines Lebens, seinen Freundschaften mit Schriftstellern und Theaterleuten wie Hauptmann, Brecht, Frisch, den kulturellen Ereignissen und politischen Erfahrungen eines halben Jahrhunderts, mit »aller Unversöhnlichkeit« gegen die »Peiniger und Henker« des Volkes.
º Der Hauptmann von Köpenick
a) Die Quellen
Zuckmayer gestaltet das gesamte Werk aus recht knappen Vorlagen, Zeitungsartikeln, den Gerichtsakten und wohl aus den Memoiren Wilhelm Voigts. Diese Quellen sind sehr dürftig und eignen sich allenfalls als Grundlage. Aber was hat Zuckmayer in seinem "deutschen Märchen" daraus gemacht?
b) Inhaltsangabe
Adolf Wormser ist Inhaber eines Berliner Uniformgeschäftes und Königlich-Preußischer Heereslieferant in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Hauptmann von Schlettow, ein schneidiger, forscher Gardeoffizier läßt sich in seinem Laden gerade von dem kleinen, buckligen Zuschneider Wabschke einen neuangefertigten Uniformrock anpassen. Die "Gesäßknöppe" sitzen nicht ganz so exakt, wie es das preußische Exerzierregement verlangt, und dem eifrig auf den Hauptmann einredenden Wormser gelingt es nicht, ihn zu bewegen, die Uniform dennoch zu nehmen, wie sie ist. "Sie denken, das is ne Kleinigkeit", sagt Schlettow, "Is auch ne Kleinigkeit. Aber an den Kleinigkeiten, daran erkennt man den Soldaten. Darauf is alles aufgebaut, da steckt`n tieferer Sinn drin, verstehense?" Also muß Wabschke sich an die Änderungen machen.
Während dieses Gespräches hat Wilhelm Voigt, in einem alten, aber nicht zerlumpten dunklen Anzug gekleidet, zweimal zur Tür hereingeschaut. Er ist auf der Arbeitsuche, wird jedoch, ohne daß man ihm eine Frage gestattet vor die Tür gewiesen. Er taucht in einem Potsdamer Polizeibüro wieder auf, wo er um einen Paß oder Aufenthaltsgenehmigung bittet. Sie wird ihm, einem eben entlassenen Strafgefangenen, verweigert. Seine Tat bestand darin, daß er als "junger Dachs" die Reichspost um dreihundert Mark geschädigt hat. Dafür mußte er fünfzehn Jahre im Gefängnis absitzen. Nun wird ihm klargemacht, daß er eine Aufenthaltsgenehmigung erst dann bekommt, wenn er ein Arbeitsverhältnis nachweisen kann. Ein Arbeitsverhältnis kann er wiederum erst erhalten, wenn er eine Aufenthaltsgenehmigung hat. So steckt er in einem Teufelskreis, und als er sich deswegen beschweren will, wird er sehr deutlich rausgewiesen.
Im Café National trifft er sich am nächsten Tag mit Kalle, seinem Kollegen und Pennbruder. Kalle ist dafür , “ ´n Ding zu drehn”, und das Ding soll ihm ein Stück weiter helfen. Wilhelm Voigt jedoch will sich nach legaler Arbeit umsehen. Während sie jedoch noch darüber unterhalten, taucht Hauptmann Schlettow mit Dr. Jellinek im Café auf. Die beiden haben im Nebenzimmer eine Partie Billard gespielt und wollen sich nun stärken. Schlettow ist allerdings in Zivil; denn das Lokal gehört zu der zweifelhafteren Sorte seiner Art und ist deswegen für Militär verboten. Daß es Schlettow fertig gebracht hat, sein preußisch-militärisches Gewissen zu überreden, dennoch dieses Lokal zu betreten, ist erstaunlich. Er fühlt sich aber auch entsprechend unwohl, besonders als es zwischen einem betrunkenen Gardegrenadier, der auf der Bühne erscheint, und Kalle wegen e